Plötz­li­che Rück­kehr ei­nes Cham­pi­ons

Welt­meis­ter Ni­co Ros­berg ist wie­der da. Der Deut­sche ist neu­er Be­ra­ter von Ro­bert Ku­bi­ca.

Kurier (Samstag) - - SPORT - VON FLORIAN PLAVEC

Am 3. De­zem­ber 2016 hat­te Ni­co Ros­berg ge­nug. Ge­nug vom Stress, ge­nug von sei­nem Team­kol­le­gen, ge­nug von der For­mel 1. Nie wie­der wer­de er ein For­mel-1-Ren­nen be­strei­ten, sag­te er da­mals in Wi­en am Hö­he­punkt sei­ner Kar­rie­re, als neu­er Welt­meis­ter. Ein Come­back in der For­mel 1 schloss er da­mals „de­fi­ni­tiv“aus.

Nun ist Ni­co Ros­berg zu­rück in der For­mel 1. Al­ler­dings nicht als Fah­rer, son­dern hin­ter den Ku­lis­sen. Der 32-jäh­ri­ge Deut­sche über­nimmt das Ma­nage­ment von Ro­bert Ku­bi­ca, ge­mein­sam mit des­sen Lang­zeit-Be­ra­ter Alun­ni Bra­vi. Der Po­le Ku­bi­ca, eben­falls 32, möch­te den Weg­zu­rückin die For­mel 1 schaf­fen.

„Ro­bert und Le­wis Ha­mil­ton wa­ren die schnells­ten Geg­ner in mei­ner Kar­rie­re“, lässt Ros­berg aus­rich­ten. „Da­her fin­de ich es jetzt sehr span­nend, dass ich Ro­bert bei sei­ner Rei­se zu­rück in die For­mel 1 un­ter­stüt­zen kann.“

Im BMW-Sau­ber wur­de Ku­bi­ca 2008 Vier­ter in der WM, bis 2010 fuhr er in der For­mel 1. Am6. Fe­bru­ar 2011 ge­schah das Un­glück, Ku­bi­ca ver­letz­te sich bei ei­nem Ral­lye-Un­fall so schwer, dass bei­na­he die rech­te Hand am- pu­tiert wer­den muss­te. Die Kar­rie­re schien vor­bei. Doch der Po­le kämpf­te: An­fang Au­gust tes­te­te er ei­nen F1-Re­nault. 2018 soll nun der nächs­te Schritt fol­gen. „Es ist fan­tas­tisch, dass ich mit Ni­co ar­bei­ten kann“, sag­te Ku­bi­ca. „Wir ken­nen uns ewig.“

Doch was spricht für ein Come­back für Ro­bert Ku­bi­ca? Und wel­che Fak­to­ren spre­chen da­ge­gen?

Sein Grund­speed Tat­säch­lich ge­hör­te Ro­bert Ku­bi­ca zu den Schnells­ten. „Er ist ein Na­tur­ta­lent, wie es in die­sem Sport nicht vie­le gibt“, sagt Ni­co Ros­berg. Fer­nan­do Alon­so woll­te ihn schon zu Fer­ra­ri lot­sen, dann kam der Un­fall ...

Sei­ne Fans Die Po­len sind ver­rückt nach Ro­bert Ku­bi­ca. Ne­ben Max Ver­stap­pen und Fer­nan­do Alon- so hat er die meis­ten Fans in der For­mel 1. Mit Ku­bi­ca wür­de der Zu­schau­er­schnitt bei ei­ni­gen Ren­nen stei­gen.

Sei­ne Be­ra­ter Ni­co Ros­berg wird sei­ne Kon­tak­te spie­len las­sen. Zu­dem wird Ro­bert Ku­bi­ca auch Zu­griff auf Ros­bergs Me­dien­be­ra­ter Ge­org Nol­te ha­ben. Der Deut­sche gilt als Ex­per­te in der Fah­rer­ver­mark­tung und im Be­reich So­ci­al Me­dia.

Sein Al­ter Ku­bi­ca ist 32 und so­mit in ei­nem Al­ter, in dem an­de­re For­mel1-Fah­rer schon an Rück­tritt den­ken – sie­he Ros­berg.

Sei­ne Ver­let­zung Beim Un­fall wur­den Seh­nen an Ku­bi­cas Arm durch­trennt, noch im­mer hat er Pro­ble­me, noch im­mer fehlt ihm Kraft. Beim For­mel-1Test in Un­garn muss­te das Lenk­rad um­ge­baut wer­den, da­mit er al­le Reg­ler und Knöp­fe be­die­nen kann.

Der Fah­rer­markt Ku­bi­ca war ein Kan­di­dat für Re­nault, doch die Fran­zo­sen ent­schie­den sich für den Spa­nier Car­los Sainz. Bleibt als Op­ti­on noch Wil­li­ams. Doch dort sitzt Fe­li­pe Mas­sa (noch) fest im Cock­pit. An­de­rer­seits: Ni­co Ros­berg fuhr 2006 bis 2009 für Wil­li­ams und hat im­mer noch bes­te Kon­tak­te.

Wie­der im Fo­kus: Neun Mo­na­te nach sei­nem Rück­tritt spielt der ak­tu­el­le Welt­meis­ter Ni­co Ros­berg wie­der ei­ne Rol­le in der For­mel 1

Hoff­nun­gen: Ro­bert Ku­bi­ca (32) will zu­rück in die For­mel 1

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.