Wör­ter der Wahl

Kurier (Samstag) - - TITELSEITE - gui­do.tarta­rot­ti@ku­ri­er.at

Be­sching: Nein, kein neu­er Be­zirk Wi­ens. Be­sching, auch be­kannt als „Ba­shing“, ist Fer­tig­teil­spra­che. Ver­wen­det von Jour­na­lis­ten, die kei­ne Zeit ha­ben, über For­mu­lie­run­gen nach­zu­den­ken, oder von Po­li­ti­kern, die zu weh­lei­dig sind, sich mit Kri­tik zu be­fas­sen. Dör­ti Kem­peh­ning: Auch be­kannt als „Dir­ty Cam­pai­gning“. Eben­falls kein Be­zirk, auch kei­ne Um­schrei­bung für ei­nen Zel­t­ur­laub oh­ne Du­sche, son­dern der neue Lieb­lings­sport der Po­li­tik. Wo­bei sie nicht ein­mal weiß, wie der geht.

Freh­ming: Und noch ein Nicht­be­zirk. „Fra­ming“ist das neue sprach­li­che Sta­tus­sym­bol für Jour­na­lis­ten und Po­li­ti­ker, wo­bei nie­mand ge­nau weiß, was das ei­gent­lich ist. Es geht um das „Ein­rah­men“von Ge­dan­ken, was vor­aus­setzt, dass Ge­dan­ken vor­han­den sind.

Tal: An­de­res Wort für Un­tie­fe. Der­zeit sehr prak­tisch, weil an na­he­zu al­lem schuld, auch an Wet­ter, Bier­preis, Hau­t­un­rein­hei­ten und erek­ti­ler Dys­funk­ti­on.

In keins­ter Wei­se: ... ha­ben wir was ge­wusst. Kein, kei­ner, am keins­ten, al­so noch nich­ter als nicht.

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