Ers­te-Group-Ak­tie gibt trotz Ge­winn­plus nach

Quar­tals­be­richt. Die Ers­te ver­spricht ei­ne Er­hö­hung der Di­vi­den­de. Die Si­tua­ti­on in Zen­tralund Ost­eu­ro­pa hat sich ver­bes­sert.

Kurier (Samstag) - - WIRTSCHAFT -

Die Ers­te Group hat am Frei­tag an­läss­lich der Be­kannt­ga­be der Zah­len für das drit­te Quar­tal ih­re An­kün­di­gung be­kräf­tigt, die Di­vi­den­de für 2017 an­zu­he­ben. Für 2016 hat­te das In­sti­tut ei­nen Eu­ro je Ak­tie aus­ge­schüt­tet. Den Ak­tio­nä­ren winkt für heu­er mehr Geld, ob­wohl der Ge­winn nach drei Quar­ta­len un­ter dem des Ver­gleichs­zeit­raums des Vor­jah­res liegt.

Für die ers­ten neun­Mo­na­te 2017 wies die Bank ei­nen Net­to­ge­winn von 987,6 Mil­lio­nen Eu­ro aus, ein Mi­nus von 16,2 Pro­zent. Im Vor­jahr hat­te al­ler­dings der Ver­kauf der Vi­sa-Eu­ro­pe-Be­tei­li­gung das Er­geb­nis auf­ge­fet­tet.

Die Ab­schrei­bun­gen auf Kre­di­te wa­ren nach den ers­ten neun Mo­na­ten mit 71 Mil­lio­nen Eu­ro et­was hö­her als vo­ri­ges Jahr um die­se Zeit, im drit­ten Quar­tal 2017 hat sich der Wert je­doch ver­bes­sert. Vor al­lem aus Un­garn gab es Zuflüs­se aus be­reits ab­ge­schrie­be- nen Dar­le­hen. Der An­teil der Not lei­den­den Aus­lei­hun­gen sank per En­de Sep­tem­ber auf 4,3 Pro­zent, was der nied­rigs­te Wert seit 2008 ist.

Mehr Kre­di­te

Im drit­ten Quar­tal lag der Net­to­ge­winn mit 363 Mil­lio­nen Eu­ro um7,6 Pro­zent über dem Vor­jah­res­quar­tal. Ein Grund da­für war die Auf­lö­sung von Rück­stel­lun­gen für fau­le Kre­di­te. Gleich­zei­tig reich­te die Bank mehr Kre­di­te aus und warb mehr Ein­la­gen ein. Da sich die Wirt­schaft in vie­len zen­tral- und ost­eu­ro­päi­schen Län­dern, in de­nen die Ers­te Group tä­tig ist, gut ent­wi­ckel­te, sta­bi­li­sier­te sich der Zins­über­schuss trotz nied­ri­ger Zin­sen.

Die Bank ist auf ei­nem gu­ten Weg, die Zie­le für 2017 zu er­rei­chen, kom­men­tiert Ers­te-Chef Andre­as Treichl das Quar­tals­er­geb­nis. Er will ne­ben der Di­vi­den­den­er­hö­hung ei­ne Ei­gen­ka­pi­tal­ver­zin­sung von über zehn Pro­zent er­rei­chen.

Das Er­geb­nis über­zeug­te je­doch nicht al­le An­le­ger. Die Ak­tie der Ers­te Group büß­te am Frei­tag 3,08 Pro­zent ih­res Wer­tes ein. Ge­mein­sam mit An­dritz drück­te die Ers­te Group den ATX um 1,02 Pro­zent.

Ers­te-Chef Andre­as Treichl ist mit dem drit­ten Quar­tal zu­frie­den

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