Der frü­he­re No­bel­kur­ort wur­de zu ei­ner Bau­rui­ne

Kurier (Samstag) - - CHRONIK -

Ver­fall. Bad Gas­tein war in der Ver­gan­gen­heit ein Tum­mel­platz der Mon­ar­chen. Der ers­te pro­mi­nen­te Kur­gast soll laut der Orts­chro­nik 1436 Kai­ser Fried­rich III. ge­we­sen sein. Der gro­ße Auf­schwung zum No­bel­kur­ort folg­te im 19. Jahr­hun­dert: Kai­ser Franz Jo­seph I. und Kai­se­rin Eli­sa­beth wa­ren eben­so zu Gast wie der deut­sche Kai­ser Wil­helm I.

In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten muss­te das frü­he­re „Mon­te Car­lo der Al­pen“ei­ne Rei­he an Rück­schlä­gen ver­kraf­ten. An­fang der 2000erJah­re war der In­ves­tor Franz Du­val als „Ret­ter von Bad Gas­tein“an­ge­tre­ten. Je­ne Im­mo­bi­li­en am Strau­bin­ger­platz, für die nun das Land Salz­burg sechs Mil­lio­nen Eu­ro hin­blät­tert, soll er 2001 um kol­por­tier­te 3,6 Mio. Eu­ro ge­mein­sam mit dem Ar­chi­tek­ten Franz Wo­j­na­row­ski als Kon­kurs­rui­nen er­wor­ben ha­ben.

An die Zu­sa­gen für Aus­bau­plä­ne hiel­ten sich die ver­meint­li­chen Ret­ter nie. Be­reits 2009 stell­te der da­ma­li­ge Lan­des­kon­ser­va­tor fest: „Das Bad Gas­tei­ner Zen­trum ist im mie­sest vor­stell­ba­ren Zu­stand.“

Vom Glanz ver­gan­ge­ner Ta­ge ist in Bad Gas­tein nur we­nig üb­rig

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