Nächs­te Per­so­nal­ro­cha­de im KAV

AKH-Chef Wetz­lin­ger könn­te nach Ba­lazs-Ab­gang die Agen­den für Fi­nan­zen und Tech­nik über­neh­men

Kurier (Samstag) - - WIEN - VON JO­SEF GEB­HARD

An der Füh­rung des Wie­ner Kran­ken­an­stal­ten­ver­bunds (KAV) dürf­ten dem­nächst dem Ver­neh­men nach wei­te­re per­so­nel­le Rocha­den be­vor­ste­hen. Thomas Ba­lazs, Ge­ne­ral­di­rek­tor-Stell­ver­tre­ter und der­zeit ei­ner der bei­den in­te­ri­mis­ti­schen Di­rek­to­ren, wird dem­nach be­reits zum Jah­res­wech­sel sei­nen Di­enst im Un­ter­neh­men quit­tie­ren.

Ei­gent­lich wür­de sein Ver­trag, der wie be­rich­tet nicht ver­län­gert wur­de, noch bis En­de März 2018 lau­fen. Er wird al­so nicht, wie zu­letzt von der Stadt an­ge­kün­digt, bis zu die­sem Zeit­punkt sei­ne Auf­ga­ben wahr­neh­men. Sei­nen Pos­ten als in­te­ri­mis­ti­schen stv. Ge­ne­ral­di­rek­tor soll Eve­lyn Köll­dor­fer-Leit­geb über­neh­men, bis­her die zwei­te in­te­ri­mis­ti­sche Lei­te­rin. Sie ist vor al­lem für die Um­set­zung des neu­en Spi­tals­kon­zepts zu­stän­dig.

Das Füh­rungs­team ver­stär­ken soll – wie aus KAVK­rei­sen zu hö­ren ist – AKH-Di­rek­tor Her­wig Wetz­lin­ger, der sich ne­ben sei­nen bis­he­ri­gen Auf­ga­ben auch um die Be­rei­che Fi­nan­zen, Tech­nik und In­fra­struk­tur küm­mern soll. Wetz­lin­ger war zu­letzt be­reits fe­der­füh­rend bei der Aus­ar­bei­tung der neu­en Or- ga­ni­sa­ti­ons­form des KAV – ei­ne An­stalt öf­fent­li­chen Rechts – be­tei­ligt.

Die me­di­zi­ni­schen Agen­den im Spi­tals­trä­ger mit sei­nen rund 30.000 Mit­ar­bei­tern sol­len bei Micha­el Bin­der, Lei­ter des Vor­stands­be­rei­ches He­alth Ca­re Ma­nage­ment, blei­ben. Da­mit wird in­ner­halb des KAV das Kräf­te­ver­hält­nis zu­guns­ten des AKH ver­scho­ben, denn auch Bin­der stammt ur­sprüng­lich von dort.

Skep­sis

Für KAV-Ken­ner wird je­den­falls „das Füh­rung­s­cha­os im KAV pro­lon­giert“, denn Köll­dor­fer-Leit­gebs Füh­rungs- qua­li­tä­ten sind in­tern nicht un­um­strit­ten.

Für Un­mut sorgt auch das Dau­er­pro­vi­so­ri­um an der KAV-Spit­ze: Nach dem Raus­wurf des um­strit­te­nen Ge­ne­ral­di­rek­tors Udo Jan­ßen zu Jah­res­be­ginn wur­de die jet­zi­ge in­te­ri­mis­ti­sche Füh­rung ein­ge­setzt, nach der Nicht­ver­län­ge­rung von Ba­lazs’ Ver­trag ist nun ei­ne wei­te­re Über­gangs­lö­sung nö­tig. Denn bis ein fi­xes Füh­rungs­team neu aus­ge­schrie­ben wird, kann noch ei­ni­ge Zeit ver­ge­hen. Zu­letzt sprach Ge­sund­heits­stadt­rä­tin Sandra Frau­en­ber­ger (SPÖ) da­von, dass die­se erst frü­hes­tens im Ju­ni 2018 er­fol­gen könn­te. Denn vor­her müs­se noch das Ge­setz be­schlos­sen wer­den, mit dem der KAVin ei­ne An­stalt öf­fent­li­chen Rechts um­ge­wan­delt wer­den soll. Die Um­struk­tu­rie­rung soll mit An­fang 2019 in Kraft tre­ten.

Kein Kom­men­tar

Im KAV will man sich zu den Per­so­na­li­en nicht äu­ßern: „Die neue Auf­ga­ben­ver­tei­lung in der Füh­rung des KAV wird der­zeit ge­ra­de ge­klärt, mehr kann im Mo­ment da­zu nicht ge­sagt wer­den. Wir wer­den zeit­ge­recht in­for­mie­ren“, sagt ei­ne Spre­che­rin des Spi­tals­trä­gers.

Ba­lazs ist nur noch bis Jah­res­en­de im KAV tä­tig

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