Spor­teln mit Hirn statt als Zom­bie

Kurier (Samstag) - - LEBENSART -

In wel­chen Kon­stel­la­tio­nen Sport sinn­voll ist und was Wis­sen­schaft­ler dar­über her­aus­ge­fun­den ha­ben. Für mich se­hen sie im­mer aus wie Zom­bies: Leu­te, die sich keu­chend und mit lee­rem Blick im Fit­ness­cen­ter ab­stram­peln bis sie bei­na­he vom Ge­rät fal­len. Die Selbst­kas­tei­ung mag gut ge­meint sein, aber für ein ef­fek­ti­ves Trai­nings­pro­gramm muss nie­mand lei­den – das ist so­gar wis­sen­schaft­lich er­wie­sen. Wie so oft kommt es auch beim Sport nicht auf die Quan­ti­tät an, son­dern auf die Qua­li­tät.

So ha­ben For­scher her­aus­ge­fun­den, dass Be­we­gung am ef­fek­tivs­ten ist, wenn man beim Trai­ning be­wusst sei­nen Kör­per wahr­nimmt und in die Mus­keln hin­ein­spürt. Wer sein Hirn in der Um­klei­de­ka­bi­ne ab­gibt und sich ge­dan­ken­los die Ka­lo­ri­en vom Kör­per schwit­zen will, wird nicht weit kom­men.

Da bringt es zum Bei­spiel mehr, sich das Fit­ness­cen­ter zu spa­ren und für den Ar­beits­weg auf das Fahr­rad um­zu­stei­gen. Ei­ner dä­ni­schen Stu­die zu­fol­ge ha­ben über­ge­wich­ti­ge Test­per­so­nen auf die­se Art ge­nau­so viel ab­ge­nom­men wie ei­ne Ver­gleichs­grup­pe, die fünf Mal pro Wo­che ein In­ten­siv­trai­ning ab­sol­viert hat! Wer im Bü­ro an­kommt und schon et­was für sei­nen Kör­per ge­tan hat, fühlt sich (hof­fent­lich) bes­ser alsl wennnn erer sich noch ex­tra fürs Trai­ning auf­rap­peln muss.

Beim Spor­teln geht es ja nicht nur ums Ab­neh­men, son­dern auch dar­um, Freu­de dar­an zu ha­ben. In US-Ver­su­chen hat sich et­wa ge­zeigt, dass Trai­ning in der Grup­pe im Ver­gleich zu So­lo-Fit­ness deut­lich Stress re­du­zie­ren un­dd da­mit­da­mit ddie Le­bens­qua­li­tät ver­bes­sern kann. Kein Wun­der al­so, dass im­mer mehr Stu­di­en be­le­gen, wie po­si­tiv sich Be­we­gung auf die Ge­sund­heit aus­wirkt. Bri­ti­sche und aus­tra­li­sche Ärz­te schla­gen des­halb so­gar vor, Sport als The­ra­pie für Krebs-

pa­ti­en­ten, De­pres­si­ve und Men­schen mit Her­zK­reis­lauf-Pro­ble­men zu ver­ord­nen. Das bringt wie­der­um nur dann am meis­ten, wenn sie sich oh­ne Zom­bie-Mo­dus dar­an hal­ten. Al­le bis­he­ri­gen Bei­trä­ge on­li­ne: ku­ri­er.at/bo­dy­blog

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