salz & PFEF­FER JA­MIE’S ITALIAN

Ja­mie’s Italian, Wi­en 1, Dr.-Karl-Lue­ger-Pl. 5, 01/512 16 45, Mo-So 11.30-23, www.ja­mieoli­ver.com/italian/aus­tria

Kurier (Samstag) - - MENSCHEN -

etzt hat al­so auch Wi­en sein ers­tes Ja­mie-Oliver-Lo­kal. 2008 wur­de „Ja­mie’s Italian“ge­star­tet, mitt­ler­wei­le gibt es mehr als 60 Lo­ka­le welt­weit. Und ei­nes muss ei­nem klar sein: Das, was man bei „Ja­mie’s Italian“zu es­sen be­kommt, hat we­der mit den Ge­rich­ten zu tun, die man in den TV-Sen­dun­gen oder Koch­bü­chern Oli­vers zu se­hen be­kommt, noch mit ita­lie­ni­scher Kü­che. Es ist ein Lo­kal­kon­zept mit größt­mög­li­cher Brei­ten­wir­kung, al­so Piz­za, Pas­ta, Bur­ger, Steak, und das gan­ze in ei­nem Am­bi­en­te, das ge­nau­so aus­sieht wie mehr oder we­ni­ger ita­lie­ni­sche Lo­ka­le in so ziem­lich je­der ame­ri­ka­ni­schen TV-Se­rie. Im jüngst er­öff­ne­ten Re­stau­rant am Karl Lue­ger-Platz ei­nen Tisch zu be­kom­men, ist der­zeit gar nicht so leicht: Hun­der­te wer­den vom pro­mi­nen­ten Na­men ge­lockt, Reservierung geht nur on­li­ne und die Ab­läu­fe im vom un­ga­ri­schen Fran­chise­neh­mer ge­führ­ten Lo­kal hol­pern auch noch ein biss­chen. Aber ir­gend­wann sitzt man dann und wählt aus der eher klei­nen Kar­te et­wa knusp­ri­gen Tin­ten­fisch mit frit­tier­tem Knob­lauch und Aio­li – der lei­der fad ist (12,40 €). Die Taglia­tel­le Bo­lo­gne­se sind gar nicht ein­mal schlecht, bil­lig aber auch nicht (15,20 €), und bei „Ja­mie’s Fan­tas­ti­schem Fisch-Stew“– ei­nem Tel­ler mit Fre­go­la (sar­di­scher Pas­ta), vier Mies­mu­scheln, ei­ner hal­ben Gar­ne­le, zwei Shrimps und ei­nem To­ast mit Mayon­nai­se und Kr­ab­ben­fleisch – fragt man sich schon, was da 23,50 Eu­ro wert sein soll. Viel­leicht, dass es das zwei­fel­los eng­lischs­te Ge­richt in ganz Wi­en ist. We­gen des Es­sens muss man je­den­falls nicht her­kom­men, wenn man ein in­ter­na­tio­na­les Er­folgs­kon­zept se­hen will, aber un­be­dingt.

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