Nach Kern-In­ter­view ge­hen Wo­gen hoch: Un­garns Au­ßen­mi­nis­ter at­ta­ckiert Kern

Kurier - - POLITIK -

Bu­da­pest. Un­garns Au­ßen­mi­nis­ter Pé­ter Szi­jjár­tó at­ta­ckiert er­neut SPÖ-Kanz­ler Chris­ti­an Kern. Die­ser ver­su­che durch das „Be­schimp­fen“Un­garns nur sei­ne Be­liebt­heits­wer­te zu ver­bes­sern, re­agier­te Szi­jjár­tó laut Nach­rich­ten­agen­tur MTI auf das jüngs­te Kanz­ler-In­ter­view. Un­garn wür­de sich nie in in­ne­re An­ge­le­gen­hei­ten ei­nes an­de­ren Lan­des ein­mi­schen. Bu­da­pest „lehnt die­se li­be­ra­le Ar­ro­ganz ab“, wet­tert der Au­ßen­mi­nis­ter.

Kern hat­te in ei­nem Sonn­tags­in­ter­view mit Blick auf die na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven Re­gie­run­gen in Un­garn und Po­len be­tont: „Eu­ro­pa ist auch ei­ne Wer­te­ge­mein- schaft und wir kön­nen es nicht ak­zep­tie­ren, dass die­se Län­der Schritt für Schritt die De­mo­kra­tie auf­lö­sen, die Pres­se­frei­heit ein­schrän­ken und die Ge­wal­ten­tei­lung auf­he­ben“.

Da müs­sen man Kon­se­quen­zen zie­hen, so Kern, „auch weil das Län­der sind, die maß­geb­li­che Pro­fi­teu­re der EU sind, denn sie kas­sie­ren Net­to-Mil­li­ar­den­be­trä­ge von den eu­ro­päi­schen Steu­er­zah­lern. Und da darf man ei­ne ent­spre­chen­de Ge­gen­leis­tung ver­lan­gen – zu­min­dest, dass sich die­se Län­der an die Re­geln hal­ten.“

Szi­jjár­tó hat­te Kern be­reits nach ei­nem In­ter­view am Don­ners­tag scharf kri­ti­siert, Kern ha­be „sich auf die Sei­te je­ner links­li­be­ra­ler Po­li­ti­ker ge­stellt, die den 'So­rosPlan' aus­füh­ren wol­len“.

Als „So­ros-Plan“be­zeich­net die un­ga­ri­sche Re­gie­rung die an­geb­li­che Ab­sicht des un­ga­risch­stäm­mi­gen USMil­li­ar­därs Ge­or­ge So­ros, Flücht­lin­ge mas­sen­wei­se nach Eu­ro­pa zu len­ken.

Mi­nis­ter Pé­ter Szi­jjár­tó von der rechts­kon­ser­va­ti­ven Fi­desz

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