EU sitzt auf Rie­sen­berg aus Milch­pul­ver

Kurier - - WIRTSCHAFT -

358.000 Ton­nen. Die EU hat zur Un­ter­stüt­zung Not lei­den­der Bau­ern den größ­ten Milch­pul­ver-Berg seit mehr als 20 Jah­ren an­ge­häuft. Der­zeit sind knapp 358.000 Ton­nen auf La­ger. Der Groß­teil ist der­zeit so gut wie un­ver­käuf­lich, seit De­zem­ber 2016 wur­den le­dig­lich 140 Ton­nen bei Auk­tio­nen ver­kauft.

Die Haupt­ur­sa­che für den Berg aus Ma­ger­milch­pul­ver ist die Ab­schaf­fung der EUMilch­quo­te im Jahr 2015. Die Er­zeu­gung von Milch stieg, gleich­zei­tig gab die Nach­fra­ge vor al­lem aus Chi­na nach und der Preis stürz­te ab. Weil er mit rund 25 Cent je Ki­lo­gramm un­ter das von der EU-fest­ge­leg­te In­ter­ven­ti­ons­ni­veau fiel, kauf­te die Kom­mis­si­on über­schüs­si­ge Milch auf. Ge­la­gert wird sie als Ma­ger­milch-Pul­ver, Voll­milch-Pul­ver wür­de we­gen des hö­he­ren Fett­ge­halts ran­zig. Milch­pul­ver wird in der Pro­duk­ti­on von Scho­ko­la­de, Spei­se­eis und Ba­by­nah­rung ge­braucht.

Das Wachs­tum des Milch­pul­ver­bergs wird sich in den kom­men­den Mo­na­ten zu­min­dest ver­lang­sa­men. Chi­na dürf­te wie­der mehr Milch und Milch­pro­duk­te wie Kä­se und But­ter kau­fen. Milch­pul­ver im­por­tiert Chi­na ver­gleichs­wei­se we­nig.

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