Die Wie­ner Staats­oper soll ab 2020 wie­der ei­nen Mu­sik­di­rek­tor be­kom­men

Kurier - - LEBENSART - – GERT KORENTSCHNIG

Top­ge­rücht. In Salz­burg, wo sich zur Zeit ein we­sent­li­cher Teil der Klas­sik­sze­ne auf hält, konn­te man am Sonn­tag aus höchst qua­li­fi­zier­ter Qu­el­le ein Ge­rücht hö­ren: Die Wie­ner Staats­oper dürf­te ab 2020/’21 wie­der ei­nen Mu­sik­di­rek­tor be­kom­men. Der künf­ti­ge Di­rek­tor Bog­dan Roščić soll sich mit ei­nem Di­ri­gen­ten ge­ei­nigt ha­ben, die Be­stel­lung dürf­te un­mit­tel­bar be­vor­ste­hen.

Dem Ver­neh­men nach han­delt es sich beim künf­ti­gen mu­si­ka­li­schen Chef um Phil­ip­pe Jor­dan, den am­tie­ren­den Mu­sik­chef der Wie­ner Sym­pho­ni­ker bzw. der Pa­ri­ser Oper. Dort ist er seit der Sai­son 2009/’10 im Amt (mit In­ten­dant Sté­pha­ne Liss­ner) und ex­trem er­folg­reich. In der ver­gan­ge­nen Woche tri­um­phier­te er bei den Bay­reu­ther Fest­spie­len als Di­ri­gent der Er­öff­nungs­pro­duk­ti­on, Richard Wa­g­ners „Die Meis­ter­sin­ger von Nürn­berg“. Ges­tern di­ri­gier­te er ein Orches­ter­kon­zert bei den Bre­gen­zer Fest­spie­len.

Der letz­te Mu­sik­di­rek­tor an der Wie­ner Staats­oper war Franz Wel­ser-Möst, der sich auf­grund ei­nes Kon­flik­tes mit Di­rek­tor Do­mi­ni­que Mey­er aus die­ser Funk­ti­on zu­rück­ge­zo­gen hat­te.

Phil­ip­pe Jor­dan, der auch schon Chef­di­ri­gent der Gra­zer Oper war, wur­de 1974 in Zü­rich ge­bo­ren. Seit 2014 lei­tet er die Sym­pho­ni­ker. Die­ser Ver­trag (und je­ner in Pa­ris) läuft bis 2021.

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