Oh­ne Ver­sa­gens­angst kann Pe­ter Stö­ger ge­las­sen blei­ben

Deutsch­land. Der 1. FC Köln muss in den kom­men­den zwei Spie­len ge­gen Stutt­gart und Bre­men punk­ten.

Kurier - - SPORT - VON ALEX­AN­DER STRECHA

Der neue ÖFB-Sport­di­rek­tor Pe­ter Schöt­tel hat im Rah­men sei­ner Te­am­chef­su­che KölnTrai­ner Pe­ter Stö­ger noch nicht an­ge­ru­fen. Wahr­schein­lich geht er da­von aus, dass Stö­ger als Mög­lich­keit für die­sen Pos­ten ak­tu­ell un­rea­lis­tisch an­mu­tet. Noch da­zu steht er bei Köln un­ter Ver­trag – bis 2020.

Bri­sanz

Au­ßer­dem hat Stö­ger der­zeit oh­ne­hin an­de­re Sor­gen, als sich mit Was-wä­re-wen­nSpiel­chen zu be­fas­sen. Heu­te (20.30 Uhr) tritt er mit sei­nen Köl­nern beim VfB Stutt­gart an und hat im Vor­feld ei­ne deut­li­che For­de­rung aus­ge­spro­chen. „Klar, wir brau­chen Punk­te.“Denn dem Stutt­gart-Gast­spiel fol­gen ein Eu­ro­pa­cup-Auf­tritt bei BATE Bo­ri­sow und das Heim­spiel ge­gen Bre­men. Stö­ger ist sich der Auf­ga­be be­wusst: „Wenn wir da nichts mit­neh­men, dann wird es hei­kel.“

Das Du­ell mit Stutt­gart ist je­den­falls bri­sant: „Das sieht man schon al­lein an der Ta­bel­le.“Eu­ro­pa-Le­agueStar­ter Köln ist mit nur ei­nem Zäh­ler Letz­ter. Auf­stei­ger Stutt­gart nimmt mit sie­ben Punk­ten Rang 14 ein. „Wir möch­ten in Schlagdis­tanz kom­men und den Ab­stand zu den Plät­zen vor uns nicht zu groß wer­den las­sen“, sag­te Stö­ger. Der be­reits 39 Jah­re al­te Köln-Zu­gang Clau­dio Pi­zar­ro soll nicht von Be­ginn an ein­ge­setzt wer­den, sei­ne Kraft reicht nur für ei­ne hal­be St­un­de. Er ist aber ei­ne Op­ti­on für ei­ne Ein­wechs­lung. In der Köl­ner Dop­pel­spit­ze wer­den in­des Yu­ya Osa­ko und Si­mon Zol­ler er­war­tet. Auf den 16Mil­lio­nen­Eu­ro-Trans­fer Jhon Cór­do­ba muss Stö­ger we­gen ei­ner Ober­schen­kel­ver­let­zung des Ko­lum­bia­ners ver­zich­ten. Kölns Ma­na­ger Jörg Schmadt­ke sag­te dem

der Ver­ein ha­be viel Ver­trau­en in Trai­ner Stö­ger und die Spie­ler. „Es gibt un­heim­lich vie­le Punk­te, die für die­se Mann­schaft spre­chen. Da steht sehr viel Ver­trau­en hin­ter die­sem Team, und das ist nicht so ein­fach da­her­ge­sagt. Das le­ben wir hier, die­sen Zu­sam­men­halt.“

Ru­he­pol

Stö­ger und sein As­sis­tent Man­fred Schmid be­wah­ren in die­ser heik­len Si­tua­ti­on die Ru­he. Stö­ger ver­riet eben­falls im Ki­cker, dass er kei­ne Angst ha­be, den Trai­ner­job zu ver­lie­ren. „Die­se Ver­sa­gens­angst, die vie­le ha­ben, die ha­be ich gar nicht. Ich ma­che mei­nen Job so gut wie mög­lich, Und dann wird be­ur­teilt. Passt es oder passt es nicht? Bringt er Er­geb­nis­se oder nicht?“

In den nächs­ten zwei Wo­chen aber sind gu­te Er­geb­nis­se Pflicht. Nicht nur, da­mit Stö­ger Köln-Trai­ner bleibt, son­dern vor al­lem, da­mit die Köl­ner end­lich Bo­den auf die Teams un­mit­tel­bar vor ih­nen gut­ma­chen kön­nen. Stö­ger je­den­falls ist von der Trend­wen­de über­zeugt.

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