Hir­scher: „Oh, das dau­ert noch“

Ski al­pin. Der Re­kord-Welt­cup­ge­win­ner trai­nier­te auf Schnee, doch sein lin­ker Knö­chel braucht noch Zeit

Kurier - - SPORT -

„Ich hab’ gar nicht ge­wusst, dass mir Ski­fah­ren so am Her­zen liegt.“

TV-Lehr­gang

Söl­den wird er de­fi­ni­tiv aus­las­sen – auch als Wer­be­trä­ger und Zu­schau­er. „Der gan­ze Tru­bel, das To­hu­wa­bo­hu, da bin ich ei­gent­lich nicht so scharf drauf “, ge­steht Hir­scher, der sich zwar das Ren­nen im Fern­se­hen an­schau­en will („Da kann ich et­was ler­nen“), an­sons­ten aber wei­ter an sei­ner Rück­kehr ar­bei­tet. „Am Mitt­woch ha­be ich mir ge­dacht, der Knö­chel ist okay. Heu­te den­ke ich mir: Okay, das dau­ert noch.“

Grund für die­ses „Up and down“(Hir­scher) ist gar nicht ein­mal so sehr der lä­dier­te Kno­chen, son­dern es sind die Ge­we­be­ver­let­zun­gen drum­her­um. „Die wa­ren schwe­rer als bei all mei­nen an­de­ren Ver­let­zun­gen“, sagt Hir­scher, „ich hat­te da ein ziem­li­ches Hä­ma­tom.“

Und so ver­bringt der Salz­bur­ger nach wie vor ziem­lich viel Zeit mit The­ra­pie und Fit­ness­trai­ning. Oder an­ders for­mu­liert: „Ju­chee, ich darf wie­der Ski fah­ren – aber ich bin weit ent­fernt von dem, wo ich hin will.“

Und dann ist da ja auch noch die gro­ße Un­be­kann­te: Der neue Rie­sen­sla­lom-Ski, der statt bis­her 35 nun wie­der 30 Me­ter Ra­di­us auf­weist. Mar­cel Hir­scher kennt ihn nicht, er kennt nur die Be­rich­te sei­ner Kol­le­gen. Man­che sind nicht wirk­lich be­geis­tert und se­hen wie­der mehr Ri­si­ko für Knie­ver­let­zun­gen, an­de­re wie Team- und Mar­ken­kol­le­ge Ma­nu­el Feller sind be­geis­tert.

Der Ti­ro­ler Vi­ze­welt­meis­ter im Sla­lom von St. Mo­ritz, der sich jah­re­lang mit Band­schei­ben­pro­ble­men ge­plagt hat­te, sagt an die­sem son­ni­gen Ok­to­ber­nach­mit­tag beim Ato­mic-Me­dien­tag in Al­ten­markt: „Du stehst am Mor­gen nach ei­nem Trai­nings­tag wie­der ganz an­ders auf. Und beim Fah­ren bist du jetzt wie­der mehr Chef, es gibt viel we­ni­ger Ex­trem­si­tua­tio­nen, in de­nen du nur noch Pas­sa­gier bist.“

Nur die Ru­he

Mar­cel Hir­scher ist vor­erst je­den­falls noch der Pas­sa­gier sei­nes Knö­chels. Und er hört auf ihn, Schmerz­mit­tel sind und blei­ben ta­bu, die Ge­sund­heit und ein kla­rer Kopf ha­ben ab­so­lu­ten Vor­rang. Die Tu­gend die­ser Wo­chen lau­tet Ge­duld: „Ich muss das Ge­lenk erst wie­der an die Be­las­tun­gen ge­wöh­nen.“

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