„Mir fehlt was im Le­ben, das mich glück­lich macht“

Ver­let­zungs­sor­gen. Irasch­ko-Stolz, Veith, Brem & Lan­der­tin­ger ar­bei­ten an ih­ren Come­backs

Kurier - - SPORT - – CHRIS­TOPH GEILER

„Seh­nen­ent­zün­dungs­kä­se“sagt Daniela Irasch­ko-Stolz. Und so wie sie die letz­ten vier Buch­sta­ben be­tont, weiß man gleich, wie sehr die Ski­sprung-Welt­meis­te­rin von 2013 die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on nervt. Ei­nem Ener­gie­bün­del wie Irasch­ko-Stolz kann nichts Schlim­me­res pas­sie­ren, als zur Un­tä­tig­keit ge­zwun­gen zu sein und am Bo­den blei­ben zu müs­sen. „In Os­lo bin ich das letz­te Mal ge­sprun­gen“, er­zählt die Ei­sen­er­ze­rin. Das war im März.

Es ist das Knie, das Irasch­ko-Stolz nun seit Mo­na­ten in die Knie zwingt. Wäh­rend ih­re Kon­kur­ren­tin­nen längst schon auf der Schan­ze trai­nie­ren und das Ma­te­ri­al für den Olym­pia-Win­ter ab­stim­men, ab­sol­viert die bald 34- Jäh­ri­ge die müh­sa­men The­ra­pie­ein­hei­ten. „Es nervt to­tal. Mir fehlt et­was im Le­ben, das mich glück­lich macht“, ge­stand Irasch­ko-Stolz be­reits vor Wo­chen im KURIERIn­ter­view.

Beim ÖSV ge­ben sie der Welt­cup-Ge­samt­sie­ge­rin von 2014/’15 al­le Zeit der Welt. „Wir hof­fen, dass es sich bis An­fang der Sai­son aus­geht“, sagt Di­rek­tor Ernst Vet­to­ri. Doch das hört sich sehr nach Zweck­op­ti­mis­mus an.

Zu­mal Daniela Irasch­koStolz schon seit Jah­ren mit Knie­pro­ble­men zu kämp­fen hat.„Ich ha­be in der Ver­gan­gen­heit oft Schmer­zen igno­riert“, er­klärt die Wahl-Ti­ro­le­rin, die schon ei­ne Stra­te­gie fürs Come­back hat. „Ich wer­de es in die­ser Sai­son sehr in- tel­li­gent an­ge­hen müs­sen. Da­mit ich ja nicht Ge­fahr lau­fe, dass ich zu viel ma­che.“

Al­les für Olym­pia

Die bes­te Ski­sprin­ge­rin des Lan­des ist nicht die ein­zi­ge pro­mi­nen­te Ath­le­tin, de­ren Vor­be­rei­tung auf den Olym­pia-Win­ter nicht wunsch­ge­mäß ver­läuft. Im Al­pin­la­ger kämp­fen ak­tu­ell An­na Veith (nach ei­ner Knie-OP) und Eva-Ma­ria Brem (nach ei­nem Un­ter­schen­kel­bruch) um die Rück­kehr in den Welt­cup. Den Sai­son­auf­takt in Söl­den (28.Ok­to­ber) wer­den bei­de ver­pas­sen, im Ide­al­fall kön­nen Brem und Veith bei den Über­see­ren­nen wie­der an den Start ge­hen. „Es ist wich­tig, sich nicht nach dem Ka­len­der zu ori­en­tie­ren, son- dern nach der Ge­sund­heit“, be­tont Veith, „für Olym­pia reicht es, wenn man im Jän­ner top­fit ist“.

Auch Do­mi­nik Lan­der­tin­ger will we­gen Olym­pia kein un­nö­ti­ges Ri­si­ko ein­ge­hen. Da­für ver­zich­tet der Bi­ath­let so­gar auf den Welt­cup in sei­ner Hei­mat­ge­mein­de Hoch­fil­zen (8. bis 10. De­zem­ber). Lan­der­tin­ger ist vor drei Wo­chen an der Band­schei­be ope­riert wor­den und kann frü­hes­tens En­de No­vem­ber wie­der mit dem Lang­laufTrai­ning be­gin­nen. „Aus jet­zi­ger Sicht wer­de ich im De­zem­ber kei­ne Ren­nen lau­fen, Der ge­sam­te Form­auf bau ist auf die Olym­pi­schen Spie­le in Pyeong­chang aus­ge­rich­tet“, sagt der 29-Jäh­ri­ge.

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