Ag­gres­si­ver Preis­kampf um vir­tu­el­le Rea­li­tät

Face­book. Ocu­lus ver­güns­tigt sei­ne VR-Bril­le

Kurier - - FUTUREZONE · LEBENSART - – FLO­RI­AN CHRIS­TOF

Face­book will mit ei­ner of­fen­si­ven Preis­po­li­tik das Ge­schäft mit der vir­tu­el­len Rea­li­tät (VR) an­kur­beln. Das Un­ter­neh­men wird 2018 ei­ne güns­ti­ge­re Ver­si­on sei­ner Ocu­lus-VR-Bril­le, die oh­ne ei­nen PC aus­kommt, auf den Markt brin­gen. Die Ocu­lus Go wird 199 Dol­lar (168 Eu­ro) kos­ten.

Das VR-Ge­schäft hat­te sich nicht so dy­na­misch ent­wi­ckelt wie er­war­tet. Face­book-Chef Mark Zu­cker

berg setz­te genheit, dass die Um­sät­ze mit VR von 2016 bis 2020 auf bis zu 24 Mil­li­ar­den USDol­lar wach­sen könn­ten. Die­se Zah­len wer­den wohl deut­lich nach un­ten kor­ri­giert wer­den müs­sen, denn ei­ner Face­book-Ana­ly­se zu­fol­ge lag der Um­satz mit Vir­tu­al Rea­li­ty 2016 ge­ra­de ein­mal bei 9,2 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Ne­ben den Ocu­lus-Ge­rä­ten sind noch VR-Bril­len von HTC und So­ny am Markt. Ein­stei­ger­ge­rä­te wer­den von Samsung und Goog­le an­ge­bo­ten und dem­nächst wird auch Win­dows 10 Vir­tualRea­li­ty-An­wen­dun­gen un­ter­stütz­ten. Da­für hat Mi­cro­soft be­kannt ge­ge­ben, dass Her­stel­ler wie Acer, Dell, HP und Le­no­vo ent­spre­chen­de Bril­len in die Lä­den brin­gen wer­den.

Hen­ne-Ei

An der Viel­falt der Ge­rä­te man­gelt es nicht. So­lan­ge aber die Ver­kaufs­zah­len nicht an Fahrt auf­neh­men, wer­den auch die pas­sen­den VR-In­hal­te auf sich war­ten las­sen. In die­se Rich­tung äu­ßer­te sich auch And­rew Wil­son, der CEO von Elec­tro­nic Arts, wel­ches Spie­le­klas­si­ker wie die Fuß­ball­si­mu­la­ti­on FI­FA pro­du­ziert, En­de 2016 ge­gen­über dem US-Sen­der CNBC: Es müss­ten noch we­sent­lich mehr Ge­rä­te ver­kauft wer­den, da­mit VR zum Mas­sen­markt und so­mit auch lu­kra­tiv für Spie­leent­wick­ler wird. Wil­son: „Bis da­hin blei­ben Smart­pho­nes die größ­te Spie­le­platt­form.“

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