Null­num­mer zum Ab­ge­wöh­nen

Schwa­che Hüt­tel­dor­fer. Ra­pid ent­täuscht ge­gen den WAC, da­nach gab es Ru­fe ge­gen Dju­ricin

Kurier - - Sport - VON ALEX­AN­DER HU­BER

Wür­de der neue, erst ab Frei­tag ver­leg­te Ra­sen hal­ten? Die­se Fra­ge soll­te für Ra­pid ge­gen den WAC an ei­nem hei­ßen Sonn­tag noch die kleins­te Sor­ge sein. Die in der Som­mer­pau­se rund­er­neu­er­ten Kärnt­ner wa­ren beim 0:0 die ge­fähr­li­che­re Mann­schaft, Ra­pid lie­fer­te of­fen­siv ei­nen Of­fen­ba­rungs­eid ab. Ein frü­her Tor­schuss – das war’s. Und das lag nicht am Ra­sen.

Am Don­ners­tag geht es nach dem 1:2 in Bra­tis­la­va ge­gen Sl­o­van und das Eu­ro­pa­cup-Aus. In die­ser Ver­fas­sung war­tet der Ab­schied.

Wie im­mer in die­ser Sai­son hat­te Ra­pid den ers­ten ge­fähr­li­chen An­griff: Be­ri­sha spiel­te mit Knas­müll­ner ei­nen Dop­pel­pass, der Ab­schluss des Nor­we­gers war aber wie­der mal zu schwach (7.). Da­nach über­nahm der WAC das Kom­man­do. Die Sys­tem­um­stel­lung von Trai­ner Il­zer vom 4-4-2 auf ein 4-3-2-1 zahl­te sich aus. Li­endl und Ritz­mai­er ka­men in den Hal­bräu­men hin­ter Spit­ze Or­gill oft zum Ab­schluss. Am ge­fähr­lichs­ten wur­de es wie ge­gen die Aus­tria (1:0) mit dem ers­ten Eck­ball. Or­gill köp­fel­te aber drü­ber (17.).

Licht­blick Mül­dür

Bei Ra­pid agier­ten die vier Neu­en ganz un­ter­schied­lich. Mar­tic patz­te in Hälf­te eins lau­fend, Mül­dür bes­ser­te stets im Sti­le ei­nes Ab­wehr­chefs aus. „Wenn nur al­le so wie Mert auf­ge­tre­ten wä­ren, hät­ten wir kei­ne Pro­ble­me“, mein­te Ka­pi­tän Schwab. Und als Ritz­mai­er ein­mal durch war, pa­rier­te Stre­bin­ger stark (34.). Da­nach pfif­fen die ers­ten der 14.800 Fans auf die vie­len Fehl­päs­se im be­hä­bi­gen Of­fen­siv­spiel.

Trai­ner Dju­ricin re­agier­te mit Murg (für den ab­ge- tauch­ten Ivan) und Lju­bi­cic. Ka­pi­tän Schwab muss­te mit Ober­schen­kel-Be­schwer­den w.o. ge­ben und ist für Don­ners­tag frag­lich.

Der Auf­tritt in Hälf­te zwei war de­fen­siv sta­bi­ler, aber oh­ne ein­zi­gen ge­fähr­li­chen Ab­schluss. Auch das Li­ga-De­büt von Jo­ker Guil­le­me­not än­der­te nichts.

Ein Schuss von Jo­ker Schmer­böck war ein ein­sa­mer Mo­ment der Tor­ge­fahr (81.), was die tak­tisch star­ke Vor­stel­lung des WAC aber nicht schmä­lern soll. „Wir wuss­ten, was Ra­pid vor­hat. Mit Trai­ner Il­zer ha­ben wir im­mer ei­nen kla­ren Plan“, lob­te Ka­pi­tän Soll­bau­er.

Das Er­freu­lichs­te bei Ra­pid? Die Selbst­kri­tik. We­der Schwab, noch Murg oder Stre­bin­ger woll­ten et­was be­schö­ni­gen. Eben­so Trai­ner Dju­ricin: „Die Leis­tung ist durch nichts zu ent­schul­di­gen. Ich ge­nie­re mich. Of­fen­siv war es so schlecht wie noch nie in mei­ner Ära.“Zu den „Go­go raus“-Ru­fen, die sich in das Pfeif kon­zert nach Schluss­pfiff erst­mals misch­ten, meint der Chef­coach: „Ich ver­ste­he die Fans. Auf der Tri­bü­ne wür­de ich wohl auch so re­agie­ren.“An­ge­spannt re­agier­te Micha­el Kram­mer. Via Sky for­dert der Prä­si­dent „Er­klä­run­gen vom Trai­ner­team.“

Kein Tor: Ra­pid (Alar) war mit dem 0:0 noch gut be­dient

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