Goldscha­kal, Bi­sam­rat­te und an­de­re Ali­ens

Kurier - - Wien -

Un­er­wünscht. Von den 23 Pflan­zen­ar­ten, die die EU als Pro­blem er­ach­tet, kom­men fast al­le in Ös­ter­reich­vor – al­ler­dings ist es ei­ni­gen hier zu tro­cken, wes­halb die­se nicht als pro­ble­ma­tisch ein­ge­stuft wer­den. Bei den Tier­ar­ten sieht­da­san­der­saus: Et­wa­die Hälf­te der EU-weit ge­lis­te­ten Neo­zo­en wur­de auch schon hier­zu­lan­de­do­ku­men­tiert.

So zum Bei­spiel der frü­her für Pelz­tier­far­men­ge­fan­ge­ne Goldscha­kal. Das leicht mit ei­nem Fuchs ver­wech­sel­ba­re Tier sei aber nicht ge­fähr­lich und wer­de des­halb nicht­ge­jagt, wieWi­ensForst­di­rek­tor Andreas Ja­nus­ko­ve­cz aus­führt.

Ganz im Ge­gen­satz zu einst ein­ge­schlepp­tem Jagd­wild wie Muff­lon oder Dam­wild. Die­ses stel­le ei­ne Nah­rungs­kon­kur­renz für hei­mi­sche Ar­ten dar und schä­di­ge mas­siv jun­ge Bäu­me. Dar­um wir­des suk­zes­si­ve ent­fernt.

Für Pro­ble­me sorgt bei­spiels­wei­se auch die ur­sprüng­lich als Pelz­tier ge­züch­te­te Bi­sam­rat­te, diez­um ei­nen Ufer durchih­reHöh­len de­sta­bi­li­siert und an­de­rer­seits je­ne Klein­tie­re frisst, die für die Selbst­rei­ni­gung von Ge­wäs­sern­nö­tig­wä­ren.

Der Tier­han­del be­scher­te uns­zu­dem­dieNord­ame­ri­ka­ni­sche Schmuck­schild­krö­te, die als ef­fi­zi­en­terRäu­ber­hei­mi­sche Ar­ten­ver­drängt.

Ei­nen Über­blick über die pflanz­li­chen und tie­ri­schen Ali­ens in­Wi­en gibt ei­ne Aus­stel­lung im Be­su­cher­zen­trum­des Lain­zer Tier­gar­tens, die noch bis Mit­te April bei frei­em Ein­tritt zu se­hen ist.

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