Li­ga-Mo­dus macht der Aus­tria Bei­ne

Spit­zen­spiel. DieVeil­chen ste­hen heu­te ge­genTa­bel­len­füh­rer Salz­burg schon un­ter gro­ßem Druck

Kurier - - Sport - VON ALEX­AN­DER STRECHA

Ei­ne der of­fe­nen Fra­gen vor derSai­son­war­je­ne­n­ach­dem Li­ga-Mo­dus. Man­konn­te­sich nicht wirk­lich si­cher sein, ob er­denn­nun­gut­sei­für­dieEnt­wick­lung der hei­mi­schen Bun­des­li­ga, oder nicht. Ei­ne se­riö­se Beur­tei­lung wird wohl er­stamEn­de der ers­ten Sai­son mög­lich sein. Ei­ne Zwi­schen­bi­lanz: Es ist für Span­nung ge­sorgt und ei­ni­ge Ver­ei­ne ste­hen sehr früh in der Sai­son ge­hö­rig un­ter Druck.

Die Aus­tria zum Bei­spiel, die nach oben streb­te, den Blick aber ak­tu­ell mehr auf die­sen omi­nö­sen Strich rich­ten­muss, der­dieVer­ei­ne­zwi­schen er­folg­reich und nicht­er­folg­reich trennt und er­bar­mungs­los nach dem sechs­ten Platz ge­zo­gen wird. Auf die­sem wan­delt die Aus­tria, und es bleibt ein Ba­lan­ce­akt, denn heu­te Sonn­tag kommt Meis­ter Salz­burg (17 Uhr/ live Sky Aus­tria).

Wür­zeun­dSpan­nung

„Na­tür­lich ist der Druck vor­han­den, durch den Li­ga-Mo­dus­wir­der­so­gar­er­höht“, gibt Sport­di­rek­tor Ralf Muhr zu. Die 22. Run­de er­scheint al­len am Ho­ri­zont, je­ne Zä­sur, die die Spreu vom Wei­zen trennt. „Um­ge­kehrt ist das auch ei­ne ge­wis­se Wür­ze und er­höht die Span­nung.“

Da­bei hät­te es die Aus­tria zu die­sem Zeit­punkt in der Sai­son schon lie­ber et­was ru­hi­ger­ge­habt. Nach­derHeim­nie­der­la­ge ge­gen den WAC for­der­ten ei­ni­ge Fans gar den Raus­wurf von Trai­ner Tho­mas Letsch. „Na­tür­lich geht das nicht spur­los an uns vor­bei“, gibt der Deut­sche zu, ver­si­chert aber, dass die Vor­komm­nis­se in­tern kein wei­te­res The­ma ge­we­sen sei­en. Am stets be­lieb­ten Spiel­chen „Was wä­re, wenn ...“möch­ten­sich­dieAus­tria-Ver­ant­wort­li­chen nicht be­tei­li­gen und mei­nen, es gä­be kei­neAl­ter­na­tiv-Plä­ne, falls­man auch­ge­genSalz­burg­denKür­ze­ren­zie­hen­wür­de.„ uns kei­ne Sze­na­ri­en aus“, soMuhr.„Wir­wol­len­die er­for­der­li­che Re­ak­ti­on der Spie­ler auf dem Platz se­hen, ei­ne lei­den­schaft­li­che Aus­tria.“Für­ei­ne in­halt­li­cheAna­ly­se oh­neE­mo­ti­onwür­de oh­ne­hin­no­chZeit­blei­ben­in­der Län­der­spiel-Pau­se.

In der ver­gan­ge­nen Wo­che­ar­bei­te­tem­an­bei­derAus­tria vor al­lem an der Kom­pakt­heit. De­fen­siv wie of­fen­siv. Das hat ge­genWolfs­berg nicht funk­tio­niert, soll­te aber drin­gend ge­gen Salz­burg klap­pen. „Wir wer­den mit Ag­gres­si­vi­tät die Ge­schwin­dig­keit des Geg­ners kon­trol­lie­ren müs­sen“, so Letsch, der von sei­nen Spie­lern Mut for­dert. „Wir wol­len­und­wir­müs­sen­ak­tiv­sein, gleich, ob wir gleich vor­ne oder wei­ter hin­ten at­ta­ckie­ren. Je­der im Sta­di­on muss se­hen, dass da ei­ne Mann­schaft­auf­de­mPlatz­steht, die sich nicht in die Ho­se macht.“

Die An­zahl an Chan­cen wird ge­gen Salz­burg wohl über­schau­bar sein, da­her ist es um­so dring­li­cher, ers­tens hoch­wer­ti­ge Mög­lich­kei­ten zu kre­ieren und zwei­tens, noch wich­ti­ger, die­se auch zu nüt­zen. „Nur so kann man ge­gen Salz­burg be­ste­hen“, weiß Letsch. Klar ist, die Ära des neu­en Prä­si­den­ten Frank Hen­sel be­ginnt gleich mit ei­nem Spit­zen­spiel.

Kein Rü­cken­wind: Die Wie­ner Aus­tria (Bild: Sa­l­a­mon) ist ge­gen Meis­ter Salz­burg (Gul­brand­sen) be­reits ge­hö­rig un­ter Zug­zwang

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