LAND DER SPEED-SUR­FER

KURIER_BURGENLAND - - Wirtschaft -

Das Bur­gen­land ist schon heu­te ne­ben Wi­en das Bun­des­land mit der bes­ten Ver­sor­gung mit Breit­band­ver­bin­dun­gen und der höchs­ten In­ter­net­dich­te. Das Ziel heißt Voll­ver­sor­gung.

Leis­tungs­fä­hi­ge Breit­band-Da­ten­lei­tun­gen sind die Blut­ge­fä­ße der mo­der­nen Wirt­schaft. Zahl­rei­che An­wen­dun­gen der In­dus­trie 4.0 und die zu­neh­men­de di­gi­ta­le Ver­net­zung der Ar­beits­pro­zes­se ma­chen leis­tungs­star­ke Breit­band­ver­bin­dun­gen für die Wirt­schaft, aber auch für For­schungs- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen un­ver­zicht­bar. Im Bur­gen­land sind­be­reits 83 Pro­zent al­ler Haus­hal­te und Un­ter­neh­men mit Breit­band­ver­bin­dun­gen ver­sorgt. Nur die Bun­des­haupt­stadt Wi­en liegt hier mit ei­nem Ver­sor­gungs­grad von 87 Pro­zent im ös­ter­reich­wei­ten Ver­gleich bes­ser. Doch da­mit gibt man sich in der Lan­des­re­gie­rung nicht zu­frie­den und will bei der Di­gi­ta­li­sie­rung des Lan­des wei­ter an Tem­po zu­le­gen. Das Ziel ist ei­ne flä­chen­de­cken­de Breit­band­ver­sor­gung al­ler Haus­hal­te im Bur­gen­land. „Das Bur­gen­land ist hier Vor­rei­ter. Schon im De­zem­ber 2014, lan­ge be­vor die ers­ten Aus­schrei­bun­gen zur Breit­band-Mil­li­ar­de des Bun­des spruchreif wa­ren, hat das Bur­gen­land mit füh­ren­den Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern ei­nen Breit­band-Pakt zum Aus­bau des Breit­band-In­ter­nets ge­schlos­sen“, er­zählt Mar­cus Grau­sam, A1 Vor­stand Tech­nik, der von der Initia­ti­ve durch­aus be­ein­druckt zeigt. Di­gi­ta­ler Vor­rei­ter. Zur Er­rei­chung die­ses Ziels nutzt das Bur­gen­land ge­mein­sam mit Netz­be­trei­ber A1 auch mo­derns­te Tech­no­lo­gi­en, die aus „al­ten“Kup­fer­lei­tun­gen Hoch­ge­schwin­dig keits­da­ten­lei­tun­gen ma­chen. „Im­mer wie­der wird die For­de­rung nach ei­nem flä­chen­de­cken­den Glas­fa­ser­netz bis in die Woh­nung laut. Die­se Vi­si­on ist zwar ein lang­fris­ti­ges Ziel von A1, aber ei­ne voll­stän­di­ge Rea­li­sie­rung dau­ert meh­re­re Jahr­zehn­te und ist nur im Zu­sam­men­hang mit Ge­bäu­de­sa­nie­run­gen oder Neu­bau­ten wirt­schaft­lich sinn­voll mach­bar“, so Mar­cus Grau­sam. Da­her will man in der Zwi­schen­zeit die be­ste­hen­den Lei­tungs­net­ze best­mög­lich nut­zen. Wäh­rend Glas­fa­ser­lei­tun­gen vor al­lem für den Auf­bau dich­ter re­gio­na­ler Net­ze ver­wen­det wer­den, setzt man bei A1 auf lo­ka­ler Ver­sor­gungs­ebe­ne bei den letz­ten hun­dert Me­tern zu den Haus­hal­ten auf die neue Vp­lusTech­no­lo­gie.

Vp­lus macht Kup­fer­lei­tun­gen schlau.

Vp­lus ist ei­ne neue Über­tra­gungs­tech­no­lo­gie, die bei der Da­ten­über­tra­gung auf den Kup­fer­lei­tun­gen die dop­pel­te Fre­quenz nutzt. Die­se hö­he­re Fre­quenz er­laubt auch hö­he­re Da­ten­ra­ten. Da­mit sind in Kom­bi­na­ti­on mit der Fil­te­rung von Stö­run­gen, die auf die Lei­tun­gen ein­wir­ken, in wei­ten Tei­len des be­ste­hen­den A1 Breit­band Ver­sor­gungs­ge­bie­tes Da­ten­ra­ten von 100 Mbits/Se­kun­de und mehr mög­lich. Zur Ein­füh­rung von Vp­lus müs­sen le­dig­lich die Ge­rä­te für die Über­tra­gungs­tech­nik ge­tauscht wer­den. Teu­re und lang­wie­ri­ge Gra­bungs­ar­bei­ten sind nicht er­for­der­lich. In Ge­bie­ten, die noch nicht mit A1 Breit­band ver­sorgt sind, wird A1 in Ko­ope­ra­ti­on mit den Ge­mein­den die nach Er­rich­tung der er­for­der­li­chen Schalt­stel­len die­se Tech­no­lo­gie eben­falls an­bie­ten. Vier bis fünf Mil­lio­nen Eu­ro sol­len heu­er in den Netz­aus­bau in­ves­tiert wer­den.

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