12 SO ENT­STEHT DIA­BE­TES

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Was im Kör­per bei Dia­be­tes Typ-1 und Typ-2 nicht funk­tio­niert

Mat­thi­as St­ei­ner hat nach Be­en­den sei­ner Sport­kar­rie­re in­ner­halb ei­nes Jah­res 45 Ki­lo­gramm ab­ge­nom­men. In sei­nem neu­en Buch „Das St­ei­ner Prin­zip. Vom Schwer­ge­wicht zum Wohl­fühl-ich“sagt er,

wie je­der oh­ne du­bio­se Diä­ten ab­neh­men kann.

Mat­thi­as St­ei­ner ist kaum wie­der­zu­er­ken­nen, denn der Ge­wicht­he­ber hat in­ner­halb ei­nes Jah­res 45 Ki­lo­gramm ab­ge­nom­men. Wie er das ganz oh­ne du­bio­se Diä­ten oder Ta­blet­ten ge­schafft hat, er­zählt er in sei­nem neu­en Buch „Das St­ei­ner Prin­zip. Vom Schwer­ge­wicht zum Wohl­fühlIch“(er­schie­nen beim Süd­west Ver­lag).

GE­HEIM­NIS. „Nach­dem so vie­le Men­schen nach sei­nem Ge­heim­nis ge­fragt ha­ben, ent­schie­den wir uns, es auf­zu­schrei­ben“, sagt Co-au­to­rin und Ehe­frau In­ge St­ei­ner. Da­bei ist das Er­folgs­prin­zip gar nicht so ge­heim: die Mo­ti­va­ti­on hoch­hal­ten, Zie­le set­zen, den ei­ge­nen Kör­per ken­nen­ler­nen. Das hat Mat­thi­as St­ei­ner trotz oder ge­ra­de we­gen sei­ner Er­kran­kung an Typ-1-dia­be­tes ge­schafft, wie kein an­de­rer. Im ers­ten Teil des Bu­ches geht es um sei­nen ei­ge­nen Weg und dar­um, wie er die mas­si­ve Ge­wichts­ab­nah­me ge­meis­tert hat. Im zwei­ten Teil will er zei­gen, wie je­der das Ziel, ab­zu­neh­men und vor al­lem da­nach das Ge­wicht auch hal­ten, er­rei­chen kann. Denn nicht je­der ist ein Pro­fi-ge­wicht­he­ber oder möch­te täg­lich auf ei­nen Berg lau­fen. Das ist auch gar nicht not­wen­dig.

WIS­SEN. „ Wich­tig ist in ers­ter Li­nie zu wis­sen, was tu’ ich mei­nem Kör­per an, wenn ich be­stimm­te Din­ge zu mir neh­me? Erst dann kann ich mei­nen All­tag um die­ses Wis­sen her­um auf bau­en“, so St­ei­ner. Denn was man isst, hat enor­me Aus­wir­kun­gen auf das ei­ge­ne Wohl­be­fin­den. Je­der führt ein et­was an­de­res Le­ben und des­we­gen funk­tio­nie­ren kei­ne ein- heit­li­chen Diä­ten, ist der einst stärks­te Mann der Welt über­zeugt.

BLUT­ZU­CKER. „Dank Mat­thi­as und sei­nem Dia­be­tes ha­be ich sehr viel über mei­nen ei­ge­nen Kör­per ge­lernt. Mit nur ei­nem Blick auf sein Blut­zu­cker­mess­ge­rät weiß er ge­nau, was be­stimm­tes Es­sen im Kör­per an­rich­tet“, er­zählt In­ge St­ei­ner. So ist es zum Bei­spiel kein Wun­der, wenn man sich nach be­son­ders fet­tem Es­sen schlapp fühlt. Oder wenn die Kin­der nach et­li­chen Soft­drinks auf­ge­dreht wer­den: „Je kon­stan­ter der Blut­zu­cker ist, des­to bes­ser geht es ei­nem auch.“

STOFF­WECH­SEL. Der Stoff­wech­sel­kreis­lauf wird im Buch mit ei­nem Amei­sen­hau­fen ver­an­schau­licht: Die Amei­sen sind das In­su­lin, die in Auf­ruhr ge­ra­ten, wenn man viel Zu­cker zu sich nimmt. Sie klop­fen bei den Mus­kel­zel­len an. Die las­sen den Zu­cker zwar rein, ma­chen aber die Tü­re zu, so­bald sie ge­nug ha­ben. Wenn dann noch mehr Zu­cker nach­kommt, ren­nen die Amei­sen durch die Blut­bahn und wis­sen nicht wo­hin da­mit. Al­so ge­lan­gen sie zu den Fett­zel­len. Das Pro­blem: De­ren Tür bleibt im­mer of­fen, weil sie sich wei­ter­bil­den.

Man soll al­so mehr dar­auf ach­ten, was man isst. Gön­nen darf man sich aber trotz­dem im­mer wie­der et­was. Denn je mehr man sich be­wegt, des­to mehr Mus­kel­zel­len baut man auf, in de­nen Zu­cker ver­brennt wer­den kann. «

Ge­lun­ge­ne Re­duk­ti­on: 2008 war St­ei­ner noch ein 150 Ki­lo-brö­ckerl, heu­te ist

er sport­lich schlank

Das St­ei­ner Prin­zip Vom Schwer­ge­wicht zum Wohl­fühl-ich. Mat­thi­as St­ei­ner, Süd­west Ver­lag, 20,60 Eu­ro

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