103 ERS­TE HIL­FE

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Was tun bei hy­po­gly­kämi­schem Schock?

Un­ter- oder Über­zu­cke­rung stellt im­mer ei­ne Not­fall­si­tua­ti­on dar. So re­agie­ren Sie im Ernst­fall rich­tig und hel­fen den Be­trof­fe­nen.

Dia­be­tes ist ei­ne Stoff­wech­sel­krank­heit, bei der man zwi­schen Typ-1 und Typ-2 un­ter­schei­det. Auch wenn es zwei völ­lig un­ter­schied­li­che Krank­heits­bil­der sind, ha­ben sie ein ge­mein­sa­mes Pro­blem: ei­nen er­höh­ten Blut­zu­cker. Das Hor­mon In­su­lin hat die Auf­ga­be, im Kör­per Zu­cker in die Zel­len zu brin­gen, da­mit er dort in Ener­gie um­ge­wan­delt wer­den kann. Bei Dia­be­tes ist die­ser Ablauf ge­stört. Sei es, dass der Kör­per gar kein In­su­lin bil­det (Typ-1) oder dass er da­ge­gen re­sis­tent ge­wor­den ist (Typ-2). Ent­spre­chen­de The­ra­pi­en er­mög­li­chen Be­trof­fe­nen je­doch ein be­schwer­de­frei­es Le­ben zu füh­ren. Trotz­dem kann es pas­sie­ren, dass der Stoff­wech­sel ent­gleist. Ent­we­der ist dann zu we­nig Zu­cker im Kör­per, et­wa weil Me­di­ka­men­te zu hoch do­siert wur­den, die be­tref­fen­de Person zu in­ten­siv Sport be­trie­ben oder zu we­nig ge­ges­sen hat. Oder es ist zu viel Zu­cker vor­han­den, weil sie ver­ges­sen hat, Me­di­ka­men­te ein­zu­neh­men oder den Er­näh­rungs­plan nicht ein­ge­hal­ten hat. So kommt es zu ei­ner Über- oder Un­ter­zu­cke­rung.

Ei­ne Un­ter­zu­cke­rung wird auch als Hy­po­gly­kämie oder „Hy­po“be­zeich­net. Fällt die Blut­zu­cker­kon­zen­tra­ti­on wei­ter ab, kann es zu ei­nem hy­po­gly­kämi­schen Schock mit Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, Läh­mungs­er­schei­nun­gen, Krampf­an­fall und Be­wusst­lo­sig­keit kom­men. Ei­ne Über­zu­cke­rung nennt man in der Fach­spra­che Hy­per­gly­kämie. Sym­pto­me sind un­ter an­de­rem Er­bre­chen, Bauch­schmer­zen, Be­wusstsein­strü­bung und Ace­ton­ge­ruch in der Atem­luft. Un­be­han­delt kann der Be­trof­fe­ne in ein dia­be­ti­sches Ko­ma ver­fal­len. Schnel­les Re­agie­ren ist des­we­gen wich­tig.

NO­T­RUF 144 WÄH­LEN. „So­wohl bei zu nied­ri­gem als auch bei zu ho­hem Zu­cker­spie­gel ist es für uns wich­tig, rasch Ers­te Hil­fe zu leis­ten“, so Ha­rald Hertz, Chef­arzt des Wie­ner Ro­ten Kreu­zes. «

Grafik: Eber

Qu­el­le: me­di­zin­fo.de

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