Die Lich­ter der Groß­stadt

Licht­in­stal­la­tio­nen und Leuch­ten­sys­te­me wer­den im­mer öf­ter mit­ein­an­der ver­netzt und mit­hil­fe von Sen­so­ren au­to­ma­ti­siert. Da­durch er­gibt sich enor­mes Ein­spa­rungs­po­ten­zi­al.

KURIER_DIGITAL FUTURE - - EDITORIAL -

LEDs re­vo­lu­tio­nie­ren die Stra­ßen­be­leuch­tung

Noch macht die kon­ven­tio­nel­le Lam­pen­tech­nik, al­so die klas­si­sche Glüh­bir­ne, bei Phi­lips ei­nen gro­ßen Pro­zent­satz des Um­sat­zes aus. Wie viel ge­nau will man nicht ver­ra­ten, le­dig­lich, dass die­ser si­gni­fi­kant zu­rück­geht. Das er­zählt Ro­ger Kar­ner, Phi­lips Ge­schäfts­füh­rer für Be­leuch­tung im deutsch­spra­chi­gen Raum im Ge­spräch mit der futurezone. Die Glüh­bir­nen wer­den zu­neh­mend von LEDs ab­ge­löst. Das ist auch der Be­reich , der bei Phi­lips am stärks­ten wach­se, sagt Kar­ner: „Im Con­su­mer-Be­reich ist un­ser Hue-Sys­tem sehr er­folg­reich.“Die­ses er­mög­licht et­wa das Steu­ern des Lichts per Smart­pho­ne-App. „Es zeigt ei­nen mög­li­chen Weg in die Zu­kunft der Be­leuch­tung, weil ich eben von kon­ven­tio­nel­len Leuch­ten zu di­gi­ta­len­Be­triebs­mit­teln­kom­me.“Hue ist mitt­ler­wei­le in App­les Hei­m­au­to­ma­ti­sie­rung Ho­meKit ein­ge­bet­tet. Da­bei ist es mög­lich, die Hue-Leuch­ten nicht nur per iPho­ne, iPad oder App­le Watch zu steu­ern, son­dern auch per Sprach­be­fehl zu re­geln.

VERNETZTES LICHT. Ein Vor­zei­ge­pro­jekt für en­er­gie­ef­fi­zi­en­ten und ver-

netz­ten Ein­satz von Leuch­ten­sys­te­me ist das Edge-Ge­bäu­de in Ams­ter­dam. Die­ses wur­de bei­spiels­wei­se kom­plett mit „Po­wer over Et­her­net“(PoE) aus­ge­stat­tet. Ei­ne Tech­no­lo­gie, bei der die LEDs über das Netz­werk­ka­bel mit Strom ver­sorgt wer­den und auch über die­ses an­ge­steu­ert wer­den. „Da je­de Leucht­quel­le ei­ne IP-Adres­se zu­ge­wie­sen be­kommt, bil­det sie gleich­zei­tig ei­nen Da­ten­punkt, über die­sen sich dieS­trom­ver­sor­gun­g­und­derE­ner­gie­ver­brauch re­geln las­sen“, er­klärt Kar­ner. Durch die­se Ver­net­zung und die dar­aus ge­sam­mel­ten Da­ten kann die Ener­gie­ef­fi­zi­enz des Ge­bäu­des op­ti­miert wer­den.

GPS FÜR IN­NEN. Mit­hil­fe co­dier­ter Licht­strah­len kann auf ver­netz­te Leucht­sys­te­me et­wa auch ein Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem für In­nen­be­rei­che auf­ge­baut wer­den. „Man braucht da­für kei­ne­zu­sätz­li­cheHard­ware.Denn­der­co­dier­te Licht­strahl wird von der Smart­pho­ne-Ka­me­ra und der da­zu­ge­hö­ri­gen Soft­ware über­setzt und kann auf die­se Wei­se die ex­ak­te Po­si­ti­on des Nut­zers fest­stel­len“, er­klärt Kar­ner. Ein sol­ches In­nen-Na­vi könn­te

Ver­netz­te LEDTech­no­lo­gie er­mög­lich die Rea­li­sie­rung neu­er, en­er­gie­spa­ren­der Licht­kon­zep­te

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