TYP­GE­RECH­TES TRAI­NING

KURIER_FITMACHER - - Wirbelsäule - – LAI­LA DA­NESH­MAN­DI

Die su­che nach dem rich­ti­gen sport ist wie die su­che nach dem pas­sen­den part­ner. mit dem ei­nen be­ginnt es in­ter­es­sant, aber bald wird es lang­wei­lig. letzt­end­lich muss man ein­an­der ken­nen­und lie­ben ler­nen, be­vor man ei­ne dau­er­haf­te Bin­dung ein­geht. Den idea­len part­ner für je­den gibt es ge­nau­so we­nig wie das idea­le trai­ning. Doch wer end­lich fün­dig ge­wor­den ist, bleibt eher dran.

Bei der wahl des pas­sen­den sports ist es da­her sinn­voll, sich zu­nächst dar­über klar zu wer­den, wel­cher typ man über­haupt ist. man­chen reicht es, wenn sie ihr work-out un­ab­hän­gig von an­de­ren men­schen oder ei­nem kurs mit fi­xen zei­ten ma­chen kön­nen. Die­se in­di­vi­dua­lis­ten ge­hen in ih­rem sport auf, sie brau­chen die Au­ßen­welt da­für nicht. ob lau­fen, ge­wich­te stem­men oder yo­ga – sie wol­len da­bei den kopf aus­schal­ten und nicht ge­stört wer­den.

ganz an­ders ist das bei den grup­pen­sport­lern – für sie ist ein ge­nau­er zeit­plan, an den sie sich hal­ten kön­nen, wich­tig. sie brau­chen das ge- fühl, nicht al­lei­ne schwit­zen zu müs­sen. sie lau­fen lie­ber in der grup­pe als so­lo oder ge­ben beim in­ten­si­ven Cross­fit-trai­ning ge­mein­sam mit an­de­ren gas. im bes­ten fall sind sie mit der grup­pe so ver­ban­delt, dass sie das trai­ning nicht ein­fach aus faul­heit aus­fal­len las­sen kön­nen.

Der drit­te typ braucht die rei­bung und den kon­kur­renz­druck, da­mit die fun­ken flie­gen. ob mann­schafts­sport oder wett­kampf – er will Best­zei­ten und punk­te­ver­glei­che, um mit Ehr­geiz das ma­xi­mum her­aus­zu­ho­len.

noch nicht den pas­sen­den De­ckel zu ih­rem topf ge­fun­den? las­sen sie sich in­spi­rie­ren und fin­den sie her­aus, wor­auf sie bei der Su­che nach dem bes­ten Trai­ning ach­ten soll­ten. Denn nur wer mit lei­den­schaft spor­telt, bleibt auch da­bei.

QU­AL DER WAHL. Die zwei­te gro­ße Ent­schei­dung bei der su­che nach dem pas­sen­den work-out ist die Art des sports: Aus­dau­er­sport hält – im rich­ti­gem maß – das herz fit und ver­brennt viel fett. Al­ler­dings wer­den da­bei we­ni­ger mus­keln auf­ge­baut. Das er­reicht man eher mit kraft­sport, wo­durch fett so­gar beim her­um­lun­gern auf der Couch ver­brannt­wird, al­so auch „da­nach“. Au­ßer­dem lässt sich der kör­per mit kraft­sport bes­ser de­fi­nie­ren – auch für frau­en, um et­wa ih­ren po bes­ser in form zu brin­gen. KREA­TIV KOM­BI­NIE­REN. Be­liebt sind da­her vor al­lem kraft-Aus­dau­er­sport­ar­ten oder auch trai­nings, bei de­nen Ele­men­te aus kraft- und Aus­dau­er kom­bi­niert wer­den. so sind kett­le­bells und trx-sch­lin­gen oft teil von zir­kel­trai­nings, bei de­nen die Aus­dau­er ge­for­dert ist. Bei po­ledan­ce geht es vor al­lem um kraft, doch in Cho­reo­gra­fie-kur­sen kommt man mit Ae­ro­bic-Ele­men­ten eben­falls aus der pus­te. zu gu­ter letzt soll­ten work-outs aus dem Be­reich Ba­lan­ce und ko­or­di­na­ti­on nicht un­ter­schätzt wer­den. wem kraft- und/oder Aus­dau­er­trai­nings zu stres­sig sind, ge­ben yo­ga oder pi­la­tes ge­nau­so ei­nen kör­per­li­chen und geis­ti­gen Aus­gleich zum All­tags­wahn­sinn. im End­ef­fekt soll­te sich nie­mand ent­mu­ti­gen las­sen, wenn es mit ei­nem work-out nicht klappt. Denn das heißt noch lan­ge nicht, dass man nicht zum spor­teln ge­eig­net ist. manch­mal muss man ein­fach meh­re­re De­ckel aus­pro­bie­ren, um den rich­ti­gen für sei­nen topf zu fin­den. Aber dann ist es um­so schö­ner.

Die Su­che nach dem rich­ti­gen Sport äh­nelt der Part­ner­su­che

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