Ganz­kör­per-Trai­ning beim Früh­jahrs­putz

KURIER_FITMACHER - - Fitmacherinnen -

Kei­ne Zeit, in ein Fit­ness­cen­ter zu fah­ren? Kein Pro­blem – wer braucht schon die Mucki­bu­de, wenn es Haus­ar­beit zu er­le­di­gen gibt? Vom Schlep­pen der Haus­halts­ein­käu­fe bis zum Fens­ter­put­zen gibt es für Frau­en und Män­ner ge­nü­gend Ge­le­gen­hei­ten, aus dem not­wen­di­gen Übel et­was Nütz­li­ches zu ma­chen. Al­les ei­ne Fra­ge der in­ne­ren und äu­ße­ren Hal­tung.

Wer den Spaß­fak­tor am Fens­ter­put­zen er­kennt, wischt die Schei­ben nicht nur mit mehr Leich­tig­keit, son­dern hat am En­de dop­pel­te Freu­de: an sau­be­ren Fens­tern und am Work-out für den Kör­per.

HAL­TUNG BE­WAH­REN. Wich­tig ist da­bei al­ler­dings, auf die rich­ti­ge Aus­füh­rung zu ach­ten. KU­RI­ER-Fit­ness­ko­lum­nis­tin Lai­la Da­nesh­man­di zeigt auf den Fotos vor, was man al­les falsch ma­chen kann – Per­so­nal Trai­ne­rin Clau­dia Strad­ner de­mons­triert, wie es rich­tig ge­hört und wor­auf man ach­ten muss. Die neue Hal­tung darf gleich bei­be­hal­ten wer­den: Das Ge­lern­te kann und soll­te so gut wie mög­lich in die all­täg­li­chen Be­we­gungs­ab­läu­fe ein­flie­ßen – egal, ob man ein Kind in die Hö­he hebt oder et­was Schwe­res aus ei­nem ho­hen Re- gal holt. Statt den Rü­cken zu über­stre­cken und die Hüf­te nach vor zu schie­ben, ist es wich­tig, auf ei­ne ge­ra­de Hal­tung zu ach­ten und den Bauch an­zu­span­nen, um den Rü­cken und die Band­schei­ben nicht un­nö­tig zu be­las­ten. So trai­niert man ganz ne­ben­bei mit All­tags­tä­tig­kei­ten sei­nen Kör­per. Wich­tig ist: Es darf kein Zwang sein. Wer Spaß dar­an hat, bleibt län­ger dran.

Mehr Bei­spie­le ge­fäl­lig? So­gar das Ein- und Aus­räu­men des Ge­schirr­spü­lers kann zur Fit­ness­übung wer­den: Bü­cken ist ver­bo­ten. Statt­des­sen wer­den die Knie ge­beugt, der Rü­cken bleibt ge­ra­de, der Bauch wird an­ge­spannt und mit je­dem Tel­ler wer­den Po und Ober­schen­kel ein Stück kna­cki­ger.

TRAI­NING MIT KIN­DERN. Das lässt sich noch bes­ser auf den All­tag mit Kin­dern um­le­gen. Da tun sich un­ge­ahn­te Chan­cen für Knie­beu­gen auf: Zäh­len Sie mit, wie oft Sie Ihr Kind hoch­he­ben – be­wah­ren Sie da­bei Hal­tung und freu­en Sie sich über das Work-out. Oder ma­chen Sie so­gar ein Spiel dar­aus und nut­zen Sie das Kind als Zu­satz­ge­wicht – das brennt in den Ober­schen­keln. Ach­tung beim He­ben aus dem Git­ter­bett: Knie am Bett ab­stüt­zen, Po raus­drü­cken, Brust­bein he­ben und Span­nung im Kör­per auf­bau­en be­vor Sie das Kind her­aus­he­ben. Ihr Rü­cken wird es Ih­nen dan­ken. Al­so, von we­gen kei­ne Zeit fürs Fit­ness­cen­ter, weil zu viel im Haus­halt zu tun ist. Wer auf die rich­ti­ge Hal­tung ach­tet, trai­niert oh­ne­hin auch beim Früh­jahrs­putz.

Haus­ar­beit ist und bleibt an­stren­gend. Statt sich da­bei den Rü­cken und die Band­schei­ben zu rui­nie­ren, kann man aus dem not­wen­di­gen Übel aber ein ef­fek­ti­ves Work-out ma­chen. Mit ein paar klei­nen Tricks wird

das Heim zur blitz­blan­ken Fit­ness-Oa­se.

Wer braucht schon die Mucki­bu­de, wenn er put­zen kann

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