Es kann nur ei­ne ge­ben

Tra­di­tio­nel­le Brettl­jau­se

KURIER_FLEISCH - - Contents - DOROTHE RAINER

Ei­gent­lich ist die Brettl­jau­se ja die Vi­si­ten­kar­te ei­nes je­den Gast be­triebs, denn bei ihr soll­te nur das Bes­te und vor al­lem Haus­ge­mach­tes zu fin­den sein. „Ne­ben der Qua­li­tät der Pro­duk­te ist es auch die Viel­falt, die ei­ne gu­te Brettl­jau­se aus­macht. Es soll­ten min­des­tens sechs ver­schie­de­ne Fleisch- und Wurst­sor­ten da­bei sein und zwei bis drei selbst ge­mach­teAuf­stri­che “, er­klärt Ge­rald Stutz, Ken­ner und Freund ei­ner gu­ten Brettl­jau­se. Er hat bis jetzt 168 un­ter­schied­li­che Brettl­jau­sen di­ver­ser Heu­ri­ger, Jau­sen­sta­tio­nen und Gast­be­trie­be fo­to­gra­fiert und do­ku­men­tiert, die man al­le auf sei­ner Home­page an­schau­en kann. Und das The­ma scheint zu in­ter­es­sie­ren, an die 3000 Be­such er­zählt die Seite in gu­ten Mo­na­ten.

In die­ser Sai­son möch­te sich der 53-Jäh­ri­ge be­son­ders der Hof­kul­tur wid­men .„ Das istm eh ral­sBio, da wird auch dar­auf ge­schaut, dass die Tie­re ein gu­tes und art­ge­rech­tes Le­ben ha­ben“, er­klärt Stutz – und so schmeckt der Speck gleich noch viel bes­ser. Wie kommt man ei­gent­lich auf die Idee, Brettl­jau­sen zu sam­meln? „Ich bin viel un­ter­wegs und jaus­ne ger­ne. Da hab’ ich da sei­ne mit dem an­de­ren ver­bun­den “, so der Bank an­ge­stell­te. Mitt­ler­wei­le ist er für sein Hob­by schon so be­kannt, dass er vie­le Tipps be­kommt, wel­cher Heu­ri­ge oder wel­cher Bu­schen­schank ganz Be­son­de­res zu bie­ten hat.

TRA­DI­TI­ON. Ent­stan­den ist die Brettl­jau­se aus der tra­di­tio­nel­len Brot­zeit der Bau­ern, die un­ter­tags gleich am Feld aßen. Mit da­bei hat­ten sie dann Wurst, Speck, Brot und ein Mes­ser. Auf­be­rei­tet wur­de al­les auf ei­nem Holz tel­ler, was die wür­zig-scharf- rau­chi­ge Duft-Me lan­ge bis heu­te zur Ent­fal­tung zu­bringt. Die Jau­sen­bret­ter wur­den auf den Hö­fen, wie vie­le an­de­re Ge­gen­stän­de des täg­li­chen Geb rauchs, sel­ber her­ge­stellt. Ke­ra­mik kam nur am Tisch zum Ein­satz.

Kä­se spielt bei der klas­si­schen Brettl­jau­se nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le, wenn, dann soll­te es ein kräf­ti­ger, wür­zi­ger Hart­kä­se sein – wie Berg kä­se oder Em­men­ta­ler. Ganz si­cher nichts ver­lo­ren auf dem Brett­l­ha­ben Sü­ßes, Obst und Kn­ab­ber zeug wie Chips und So­let­ti – das ver­dirbt dem ech­ten Jaus’n-Con­nais­seur näm­lich ganz schnell den Ap­pe­tit.

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Bei die­ser Brettl­jau­se geht nicht nur Ge­rald Stutz das Herz auf: Pfef­fe­ro­ni und frisch ge­rie­be­ner Kren ge­ben den letz­ten Kick

Ge­rald Stutz hat bis jetzt 168 un­ter­schied­li­che Brettl­jau­sen di­ver­ser Gast­be­trie­be fo­to­gra­fiert

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