Schwei­ne mit be­son­de­rem Style

Wie­der­ent­deck­te Schwei­ne­ras­sen

KURIER_FLEISCH - - Contents -

Heu­te muss nie­mand mehr in die bel­gisch-fran­zö­si­schen Ar­den­nen rei­sen, um das fei­ne Fleisch des Porc Fer­mier­zu­ge­nie­ßen. Das Bau­ern schwein hat nicht nur ei­nen fran­zö­si­schen Na­men, son­dern ge­nießt sein Le­ben auch wie Gott in Frank­reich. Die lang­sa­me, ent­spann­te Auf­zucht er­mög­licht ei­ne her­vor­ra­gen­de Fleisch­qua­li­tät, die laut Ex­per­ten so gut wie vor 50 Jah­ren ist. Sa­lopp for­mu­liert könn­te man sa­gen: „Das Fleisch von mor­gen ist das Fleisch von ges­tern“.

BACK TO THE ROOTS. DasPor­cFer­mier ist nicht die ein­zi­ge tra­di­tio­nel­le Schwei­ne­ras­se, die wie­der zu neu­en Eh­ren­kommt. AuchBent­hei­mer, Du­roc, La­com­be, Gas­con, Pie­train, Welsh und an­de­re mit ähn­lich klin­gen­den Na­men er­obern zu­se­hends Ter­rain zu­rück. Das hat vie­le Grün­de. Ei­ner ist, dass „al­te“Ras­sen mit über­ra­gen­der Qua­li­tät und Ge­schmack punk­ten. Ein wei­te­rer sind en­ga­gier­te Bau­ern, die sich mit Lei­den­schaft um ih­re Schwei­ne küm­mern. Wes­halb vie­le tra­di­tio­nel­le Ras­sen fast aus­ge­stor­ben sind, ist der in­dus­tri­el­len Le­bens­mit­tel pro­duk­ti­on ge­schul­det, aber auch den Wün­schen­der Kun­den und Be­dürf­nis­sen der Zeit. So kam es im­mer wie­der vor, dass po­pu­lä­re Ras­sen in nur we­ni­gen Jah­ren fa staus star­ben. Nach­dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den et­wa sehr „fett­rei­che“Ras­sen ge­züch­tet. Die­se wur­den aber in spä­te­ren Jahr­zehn­ten durch den Ver­brau­cher wunsch nach„ ma­ge­rem“Fleisch sehr bald wie­der ver­drängt.

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