SULZ VIEL MEHR ALS EIN AB­FALL­PRO­DUKT

Wenn man Schweins­kno­chen lan­ge ge­nug aus­kocht, ent­steht ei­ne gal­ler­t­ar­ti­ge Mas­se, die ge­sund und be­kömm­lich ist.

KURIER_FLEISCH - - Zubereitung - DOROTHE RAINER

Es ist der Ehr­geiz vie­ler Hob­by­kö­che, ei­ne Sulz zum Ste­hen zu brin­gen, oh­ne zu­sätz­li­che Ge­la­ti­ne zu ver­wen­den. Die durch Aus­ko­chen der Sup­pen­kno­chen ent­ste­hen­de Ge­la­ti­ne muss da­für rei­chen, sonst wä­re es ja kei­ne wirk­li­che Her­aus­for­de­rung. Mit un­se­rem Re­zept oben kann das durch­aus ge­lin­gen. Ei­ne Sulz wird viel zu oft skep­tisch be­äugt und als„ Rest­lVer­wer­tung“ab­ge­tan. Das stimmt na­tür­lich nicht, denn es han­delt sich da­bei um ei­ne be­kömm­li­che Spei­se mit vie­len Ge­sich­ter nun dein er­lan­gen Ge­schich­te. Schon die Rö­mer konn­ten Ge­lee her­stel­len, al­ler­dings da­mals noch aus Fi­schen. Im 14. Jahr­hun­dert wird in ei­nem Neid­hart­lied be­reits „kl ar esSulz von Och­sen fü­ßen“er­wähnt, im 19. Jahr­hun­dert hat­te es die Gal­ler­te in die Bür­ger­kü­che ge­schafft und ei­nen ho­hen Stel­len­wert, ist sie doch ei­ne be­kömm­li­che und durch den ho­hen Col­la­gen­ge­halt ge­sun­de Mahl­zeit. -

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