Rin­dertu­ber­ku­lo­se

Mehr als ein Drit­tel der Welt­be­völ­ke­rung ist nach Schät­zun­gen der WHO mit Tu­ber­ku­lo­se (TBC) in­fi­ziert.

KURIER_IMPFEN - - Versteckte Gefahr -

Das macht sie zur häu­figs­ten In­fek­ti­ons­krank­heit der Welt. Sie ist zwi­schen Mensch und Tier wech­sel­sei­tig über­trag­bar und zählt da­her zu den so­ge­nann­ten Zoo­no­sen. Ös­ter­reich ist 1999 als frei von Rin­dertu­ber­ku­lo­se er­klärt wor­den. Auf­grund staat­li­cher Be­kämp­fungs­ver­fah­ren galt sie un­ter Kontrolle. Mit­te Fe­bru­ar die­sen Jah­res wur­den je­doch in Vorarlberg mehr als 30 Bau­ern­be­trie­be ge­sperrt, weil Tie­re mög­li­cher­wei­se an Tu­ber­ku­lo­se er­krankt wa­ren. 71 Tbc-ver­däch­ti­ge Rin­der muss­ten um­ge­bracht wer­den, da­mit es nicht zu wei­te­ren Über­tra­gun­gen kommt. Maß­nah­men, wie ei­ne hö­he­re Ab­schuss­ra­te von Rot­wild, ste­hen jetzt zur Dis­kus­si­on. Es wird ver­mu­tet, dass die­se Tie­re die Er­re­ger auf der Alm an die Rin­der wei­ter­ge­ben.

Krank­heits­ver­lauf: Von zehn an­ge­steck­ten Per­so­nen wird nur ei­ne Per­son im Lau­fe ih­res Le­bens tat­säch­lich an Tu­ber­ku­lo­se er­kran­ken. Denn die Er­re­ger sind vor­erst im Kör­per ab­ge­kap­selt, zum Bei­spiel in den Lymph­kno­ten. So­bald sie sich aber auf die Or­ga­ne aus­brei­ten, kommt es zu Sym­pto­men und zum Aus­bruch der Er­kran­kung – man spricht dann von ei­ner of­fe­nen Tu­ber­ku­lo­se. Wird sie nicht be­han­delt, kann sie zum Tod füh­ren. Die An­ste­ckung er­folgt über ei­ne Tröpf­chen­in­fek­ti­on, wie zum Bei­spiel durch Hus­ten. Da­für ist aber – im Un­ter­schied zu an­de­ren, hoch an­ste­cken­den In­fek­ti­ons­krank­hei­ten wie Ma­sern – ein en­ger Kon­takt zu ei­ner in­fi­zier­ten Per­son not­wen­dig. Tu­ber­ku­lo­se lässt sich mit An­ti­bio­ti­ka be­han­delt. Im Ot­to-wa­gner-spi­tal in Wien ist im März ei­ne Sta­ti­on er­öff­net wor­den, die sich auf be­son­ders hart­nä­cki­ge Tu­ber­ku­lo­se-fäl­le spe­zia­li­siert hat.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.