Liebe Le­serin­nen, liebe Leser,

Kurier_Interview - - Inhalt -

Wenn man ein In­ter­view für das Fernse­hen or­gan­isiert, ist es wichtig, auf das Licht zu achten, den Hin­ter­grund, und ob dieser zur Farbe der Klei­dung passt. Und ja, natür­lich muss man sich auch auf die Fra­gen vor­bere­iten, wohl wis­send, dass den Großteil der Wirkung das Bild und auch die Stimme aus­machen. Dazu kommt, dass vor allem Poli­tiker gut vor­bere­itet und gecoached sind, Laien wiederum al­lzu sehr von der Tech­nik rund­herum beein­druckt und manch­mal auch eingeschüchtert sind. In der Zeitung ist das anders: Nicht jedes Wort, das gesagt wird, wird auch gedruckt. Man kann den In­ter­view­part­ner ein biss­chen warm­re­den lassen, und erst dann zu den wesentlichen Din­gen kom­men. Dann wird im Ideal­fall aus einem In­ter­view ein Ge­spräch, in dem auch Dinge gesagt wer­den, die nicht vor­bere­itet waren, die einen tief­eren Ein­blick in die Per­sön­lichkeit geben. Aber auch bei Zeitun­gen und Magazi­nen sind Fo­tos wichtig. Gute Fo­tografen bere­iten sich auch auf die Per­son vor, die sie ablichten, sie beobachten ge­nau und ar­beiten wichtige Merk­male von Men­schen her­aus. Im Ideal­fall kön­nen wir dann diese Ge­spräche mit Fo­tos so ab­drucken, dass wir mehr von in­ter­es­san­ten Frauen und Män­nern er­fahren. Das trifft, so bin ich sicher, auf alle Per­sön­lichkeiten zu, über die Sie hier lesen kön­nen.

Ihr Hel­mut Brand­stät­ter Her­aus­ge­ber, KURIER

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