Michael Mendl über die Sprache Thomas Bern­hards

Kurier_Interview - - Michael Mendl -

„Sie kommt wie eine All­t­agssprache da­her, ist aber keine. Es ist eine Kun­st­sprache, der man ein Nest bere­iten muss. Die Ver­führung, mit seiner Sprache schn­od­drig umzuge­hen, ist da und die ab­so­lute Ge­fahr! Wenn man das tut, dann hat man bei Thomas Bern­hard ver­loren. Da muss geistige Klarheit herrschen, weil es kein Nat­u­ral­is­mus sondern Bern­hard­scher Real­is­mus ist, den ich noch in keinem Theater­stück er­lebt habe. In­sofern ist Bern­hard für mich eine ab­so­lute geistige Pre­miere.“

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