EIN KAI­SER FÄHRT BAHN

Ei­sen­bahn und Fo­to­gra­fie sind nur zwei tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen, die in Franz Jo­sephs Ära ih­ren Durch­bruch fei­er­ten. Sonst Neue­run­gen ge­gen­über we­nig auf­ge­schlos­sen, nutz­te er die An­nehm­lich­kei­ten die­ser bei­den Er­fin­dun­gen sehr wohl.

KURIER_Kaiser_Franz_Josef - - Inhalt -

UN­BE­OB­ACH­TE­TER MO­MENT. Franz Jo­seph wur­de mehr als ein hal­bes Jahr­hun­dert lang fo­to­gra­fiert – die ers­ten Auf­nah­men ent­stan­den um 1860, als er gera­de drei­ßig Jah­re alt war. Doch „Schnapp­schüs­se“gibt es nur we­ni­ge, die wa­ren zu Kai­sers Zei­ten ei­ne ab­so­lu­te Sel­ten­heit. Franz Jo­seph wur­de in

sei­nem Le­ben zwar Aber­tau­sen­de Ma­le fo­to­gra­fiert, aber nur ganz we­ni­ge Auf­nah­men ent­stan­den in ei­nem schein­bar un­be­ob­ach­te­ten Mo­ment. Ers­tens, weil das Oberst­hof­meis­ter Amt des Mon­ar­chen Wert auf mög­lichst sta­ti­sche Por­träts oder Ganz­kör­per­bil­der leg­te, die von k. u. k. Hof-Fo­to­gra­fen im Stu­dio und meist auch nach vor­he­ri­ger Ge­neh­mi­gung auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­licht wur­den; zwei­tens wa­ren die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der da­ma­li­gen Licht­plat­ten-Ap­pa­ra­tu­ren be­grenzt, und die schwe­re Aus­rüs­tung er­laub­te kaum „re­por­ta­gen­haf­te“Fo­tos im heu­ti­gen Sinn. In den Ar­chi­ven exis­tie­ren da­her nur we­ni­ge „Mo­ment­auf­nah­men“wie je­ne auf die­ser Sei­te: Der Kai­ser ver­lässt im Ok­to­ber 1911 den Hof­zug in St. Egy­den am St­ein­feld, um zur Hoch­zeit Erz­her­zog Karls mit Prin­zes­sin Zi­ta von Bour­bon-Par­ma nach Schloss Schwar­zau wei­ter­zu­rei­sen.

Franz Jo­seph ver­lässt im Ok­to­ber 1911 in St. Egy­den am St­ein­feld den Hof­zug

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