Kai­ser“

KURIER_Kaiser_Franz_Josef - - Der Mythos -

Ignaz Bö­sen­dor­fer wur­de 1794 in Wi­en als Sohn von Ja­kob und Mar­tha Bö­sen­dor­fer ge­bo­ren. Im Jah­re 1828 über­nahm er die Fir­ma von Jo­seph Brod­mann, der im Al­ter von 65 in den Ru­he­stand ging. Die kai­ser­li­che Re­gie­rung war zu die­ser Zeit eher re­strik­tiv, und un­ter Cle­mens Met­ter­nich, dem Bun­des­kanz­ler von Ös­ter­reich, ab­so­lut un­ter­ge­ben, auch im Hin­blick auf die Rech­te der Bür­ger. Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger amü­sier­ten sich in den mu­si­ka­li­schen und poe­ti­schen Sa­lons die­ser Zeit be­vor Kai­ser Franz Jo­seph die Re­gie­rung im Jah­re 1848 über­nahm und den ver­hass­ten Kanz­ler Met­ter­nich ver­wies. Ignaz Bö­sen­dor­fer pro­du­zier­te vier Kla­vie­re im Jahr 1828. Im Jah­re 1835 stieg die jähr­li­che Pro­duk­ti­on in sei­ner Fa­b­rik be­reits auf 200 In­stru­men­te an. 1839 war ein gro­ßes Jahr für die jun­ge Kla­vier­fa­brik: Bö­sen­dor­fers Kla­vie­re er­hiel­ten die Gold­me­dail­le der In­dus­trie­aus­stel­lung in Wi­en, Ignaz selbst wur­de durch De­kret Kai­ser Fer­di­nands I. „k.k. Hof­kla­vier­ver­fer­ti­ger“, ein Ti­tel, der vor­her noch kei­nem ös­ter­rei­chi­schen Kla­vier­bau­er zu­teil wur­de. Wäh­rend die­ser Zeit stieg die Pro­duk­ti­on von Bö­sen­dor­fer Kla­vie­ren so stark an, dass Ignaz Bö­sen­dor­fer im Jahr 1857 ent­schie­den hat­te, ei­ne neue Fa­b­rik zu bau­en. Na­tür­lich auch auf­grund der per­sön­li­chen Freund­schaft von Ignaz Bö­sen­dor­fer zu Franz Liszt und zu An­ton Ru­bin­stein, wel­che Bö­sen­dor­fer In­stru­men­te we­gen ih­rer un­ver­gleich­li­chen Qua­li­tät ge­gen­über an­de­ren Kla­vie­ren die­ser Zeit sehr ge­schätzt ha­ben. Im Jah­re 1859 starb Ignaz Bö­sen­dor­fer. Nach sei­nem Tod über­nahm sein Sohn Lud­wig die Fa­b­rik und er­öff­ne­te un­ter an­de­rem 1872 im Liech­ten­stein­pa­lais (Her­ren­gas­se), in dem sich auch die Hof­kanz­lei des Fürs­ten­tums Liech­ten­stein be­fand, ei­nen Kon­zert­saal.

www.boe­sen­dor­fer-wi­en.at

Im Al­ter war sei­ne

Po­pu­la­ri­tät un­ver­gleich­lich,

die Mon­ar­chie oh­ne Kai­ser

Franz Jo­seph un­vor­stell­bar

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