Do it yours­elf: DIE KÜ­CHE NEU ER­FIN­DEN

Wer kei­ne Lust auf teu­re Ein­rich­tung hat, kann mit et­was fan­ta­sie und ei­nem vol­len Dach­bo­den so man­chen Ge­nie­streich selbst kre­ieren.

Kurier_Kuechentraeume - - INHALTSANGABE - EL­GIN FEUSCHAR

So pim­pen Sie die Kü­che auf

as stichwort der mo­der­nen kü­che ist prak­ti­ka­bi­li­tät und Ef­fi­zi­enz. kein ort wird täg­lich meh­ri­n­an­spruch­ge­nom­men als die vier wän­de des ku­li­na­ri­schen haupt­quar­tiers. Egal ob mor­gens oder abends, die kü­che wird stän­dig be­la­gert und muss im All­tag wie ein gut ge­öl­tes uhr­werk funk­tio­nie­ren. Wer wert auf in­di­vi­du­el­le aber auch prak­ti­sche Ein­rich­tung legt und da­bei kei­ne un­sum­men aus­ge­ben möch­te, kann in nur we­ni­gen schrit­ten zum kon­ge­nia­len raum­ge­stal­ter mu­tie­ren.

Für die vor­be­rei­tung sind nur we­ni­ge uten­si­li­en nö­tig und die meis­ten von ih­nen be­las­ten die geld­bör­se mi­ni­mal. Ham­mer, na­gel, kü- chen­schnur, Sche­re und ei­ne Klam­mer­ma­schi­ne ge­hö­ren zum Grund­re­per­toire des Kü­chen­bast­lers. Ganz im sin­ne der an­glo­pho­nen Do-It-Yours­elf-Kul­tur, zu Deutsch „Mach es selbst“, lohnt es sich den vol­len Dach­bo­den, die zu­ge­räum­te Ga­ra­ge und so­gar den ei­ge­nen Müll­ei­mer zu druch­fors­ten. Man­che Din­ge lie­gen oft Jahr­zehn­te lang ver­staubt in ei­nem Eck und war­ten nur dar­auf neu er­fun­den zu wer­den. Lee­re Bil­der­rah­men, Omas Gar­ten­lei­ter oder weg­ge­schmis­se­ne Jo­ghurt­be­cher – sie al­le ent­pup­pen sich bei ge­naue­rer Betrachtung als Roh­dia­man­ten der In­nen­aus­stat­tung und ver­wan­deln die ei­ge­ne Kü­che zum Bast­ler­t­raum. -

Bild von Kräu­ter­gar­ten

1 Bil­der­rah­men: Al­te Holz­rah­men vom Floh­markt eig­nen sich be­son­ders um dem Kräu­ter­gar­ten ein an­ti­kes Flair zu ver­lei­hen.

2 Schnü­re: Kü­chen­schnur oder Draht rei­chen aus, um die Ge­fä­ße an die Hin­ter­sei­te des Rah­mens zu ta­ckern.

3 Be­häl­ter: Klei­ne Ge­fä­ße in Form von Mi­ni-ton­va­sen oder lee­re Jo­ghurt­be­cher sind ide­al zum Be­fül­len von Er­de und klei­nen Kräut­er­sa­men. Ver­ziert kann die Au­ßen­sei­te mit Ser­vi­et­ten­tech­nik wer­den.

Plas­tik­be­cher-va­se

1 Dumps­tern: Wer ger­ne Jo­ghurt isst, kann den Müll durch­su­chen, um die klei­nen Be­cher aus­zu­gra­ben und ab­zu­wa­schen.

2 De­ko: Die Au­ßen­sei­te kann mit Kleis­ter und Ser­vi­et­ten­tech­nik in we­ni­gen Schrit­ten ver­ziert wer­den.

3 Ver­wen­dung: Mit Kräu­tern oder Pflan­zen be­füllt, kön­nen die klei­nen Be­cher auch im Bil­der­rah­men als kol­lek­ti­ver Gar­ten mon­tiert wer­den. Mit ei­ner Schnur um­wi­ckelt wird das Ge­fäß am Rah­men be­fes­tigt.

1 Zu­ta­ten: Man neh­me ei­ne gut er­hal­te­ne Ver­pa­ckung aus dem Alt­pa­pier und ei­ne Uhr mit aus­bau­ba­rem Ge­häu­se. Zu­sätz­lich be­nö­tigt man ei­ne Sche­re, dop­pel­sei­ti­ges Kle­be­band und ei­nen Farb­mar­ker zum Be­ma­len.

2 Die Uhr: Be­hut­sam schraubt man das Ge­häu­se der Uhr auf und lässt nur mehr das In­nen­le­ben üb­rig. Kom­pli­men­tär zu dem neu­en Ge­häu­se aus dem Alt­pa­pier, kön­nen nun die Zei­ger farb­lich ak­zen­tu­iert wer­den.

3 Neu­es Ge­häu­se: Der Dreh­schei­ben­durch­mes­ser der Zei­ger wird ab­ge­mes­sen und in der­sel­ben Grö­ße aus der Vor­der­sei­te der Ver­pa­ckung aus­ge­schnit­ten. Hier wer­den im An­schluss auch die Zei­ger der Uhr plat­ziert.

4 De­sign: Die Zei­ger wer­den von der Dreh­schei­be der al­ten Uhr ge­löst und das Uhr­werk mit dop­pel­sei­ti­gem Kle­be­band an der In­nen­sei­te des Kar­tons fi­xiert. Zum Schluss wer­den die Zei­ger von au­ßen an­ge­steckt.

Der Mul­ti­kas­ten

1 Ras­ter: Mit viel Glück fin­det man ei­nen Holz­kas­ten mit ver­ti­ka­len und ho­ri­zon­ta­len Holz­lat­ten. Falls dies aber nicht der Fall ist, kann mit Bret­tern und Nä­geln ein ras­ter­för­mi­ger Kas­ten ge­baut wer­den.

2 Na­gel­brett: Am wich­tigs­ten ist die An­brin­gung von vie­len, klei­ne Nä­geln an den ho­ri­zon­ta­len Lat­ten – hier kön­nen Töp­fe auf­ge­hängt wer­den. Auch Flei­scher­ha­ken zwi­schen den Bret­tern er­fül­len den Zweck.

3 An­strich: Wer sein Holz­brett noch et­was in­di­vi­du­ell ge­stal­ten möch­te, kann sich im Bau­haus Far­be für Holz kau­fen und den Mul­ti­kas­ten mit ei­nem Mus­ter oder ei­nem kom­plett neu­en An­strich ver­zie­ren.

Die schwe­ben­de Lei­ter

1 Su­che: Auf dem Floh­markt, am Dach­bo­den oder bei der Oma fin­den sich be­stimmt al­te Lei­tern, die nicht mehr ge­braucht wer­den. Wich­tig ist, dass die­se nicht morsch sind und bei grö­ße­rer Be­las­tung bre­chen könn­ten.

2 Mul­ti­funk­tio­nal: Die Lei­ter kann ent­we­der an die Wand ge­lehnt und als Abla­ge ge­nutzt wer­den, oder von der De­cke hän­gen. Flei­scher­ha­ken und Nä­gel er­fül­len hier den Zweck, Uten­si­li­en pro­blem­los zu ver­stau­en.

3 De­ko: Auch hier kann mit der De­ko­ra­ti­on ge­spielt wer­den. Ein kom­plett neu­er An­strich oder ver­ein­zel­te Mus­ter las­sen die Lei­ter neu er­strah­len. Auch Efeu­ran­ken aus Kunst­stoff und Fai­ry Lights sind net­te De­tails.

1 Abla­ge: Am wich­tigs­ten ist es, mit ei­nem Holz­brett zu ar­bei­ten, da man hier Nä­gel leicht ein­schla­gen kann. Bei der Aus­wahl der Be­häl­tern sind ho­he Schraub­glä­ser am ef­fek­tivs­ten, da sich die­se leicht öff­nen las­sen.

2 Montage: Man schraubt die De­ckel der Glä­ser ab und be­fes­tigt die­se mit Ham­mer und Na­gel auf der Un­ter­sei­te des Bret­tes. Je nach Schwe­re des In­halts, müs­sen zwei oder meh­re­re Nä­gel ein­ge­schla­gen wer­den.

3 Platz: Die Glä­ser kön­nen, nach­dem die De­ckel mon­tiert wur­den, wie ge­wohnt ein­ge­schraubt wer­den. Zu be­ach­ten ist al­ler­dings, dass die De­ckel nicht zu eng plat­ziert sind, um den Ge­fä­ßen ge­nü­gend Raum zu ge­ben.

4 In­halt: Die Fül­lung der Wun­der­glä­ser ob­liegt ganz dem ei­ge­nen Ge­schmack. Egal ob Nüs­se, Zu­cker, Mehl oder Sü­ßig­kei­ten – all die­se Zu­ta­ten pas­sen in die durch­sich­ti­gen Ein­mach­glä­ser und spa­ren Platz dar­über.

Coo­le Be­häl­ter

1 An­tik: Am bes­ten eig­nen sich al­te Alu­mi­ni­um­do­sen vom Floh­markt, um die Kühl­schrank­tü­re zu ei­nem Auf­be­wah­rungs­ort im Vin­ta­ge-look um­zu­wan­deln. Idea­ler­wei­se sind die­se Do­sen in ih­rer Form lang und hoch.

2 Montage: In je­dem Schreib­wa­ren­ge­schäft gibt es kle­ben­de Ma­gnet­strei­fen zu kau­fen, die oh­ne Pro­ble­me auf die Rück­sei­ten der Do­sen be­fes­tigt wer­den kön­nen. Je nach In­halt muss der Strei­fen ver­län­gert wer­den.

3 Viel­falt: Nicht nur Do­sen, son­dern auch un­zäh­li­ge an­de­re Ge­gen­stän­de kön­nen durch den kle­ben­den Ma­gnet­strei­fen an der me­tal­le­nen Kühl­schrank­tü­re be­fes­tigt wer­den. Hier ist der De­ko­ra­ti­on kei­ne Gren­zen ge­setzt.

Fri­sche Kräu­ter soll­ten in kei­ner Kü­che feh­len – so sind sie stets

griff­be­reit

Ein­fa­che Schraub­glä­ser in

neu­er Funk­ti­on

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