Lon­don als Fa­shion-Hots­pot

KURIER_PRET-A-PORTER - - Editorial -

WAS FÜR EIN UN­GLAUB­LI­CHER AUF­WAND FÜR MO­DE­SCHAU­EN GE­TRIE­BEN WIRD.

JE BE­KANN­TER DAS MO­DE­HAUS, DES­TO MEHR.

Was für ein Auf­wand. Für ei­ne Mo­de­schau, die dann knapp 15 Mi­nu­ten dau­ert. Ei­nen Mo­nat lang hat Bur­ber­ry an sei­nem rie­si­gen, durch­sich­ti­gen Zelt mit Lauf­steg und Ar­beits­räu­men in den Ken­sing­ton Gar­dens ge­baut. Ein Bret­ter­bo­den, rund 300 ge­pols­ter­te Bän­ke und hun­der­te Me­ter di­cker Vor­hän­ge wur­den u.a. ei­gens da­für an­ge­fer­tigt. Schließ­lich soll­te es im durch­sich­ti­gen Zelt für die Herbst­mo­de dies­mal ins­ter und hei­me­lig wer­den.

DANN KA­MEN noch die tolls­ten elek­tro­ni­schen In­stal­la­tio­nen, da­mit das Gan­ze be­heizt, be­leuch­tet, be­spielt und ge­si­chert wer­den kann. Bur­ber­ry be­ginnt sei­ne Mo­de­schau pünkt­lich zur an­ge­ge­be­nen Zeit. Nicht wie üb­lich so 20 bis 30 Mi­nu­ten spä­ter. Schließ­lich wird li­ve ge­streamt, da­mit Leu­te übe­r­all auf der Welt mit­schau­en kön­nen und sich das ei­ne oder an­de­re Mo­dell wo­mög­lich so­fort per Maus­klick am Com­pu­ter be­stel­len. Auch Bur­ber­ry hat ein­mal klein an­ge­fan­gen. Ist dann nach Pa­ris ge­gan­gen und kam jetzt wie­der zu­rück. Weil die Stadt durch ge­ziel­te För­de­rung jun­ger De­si­gner wie­der un­glaub­lich ak­tu­ell und in­ter­es­sant ge­wor­den ist: Durch „un­se­ren“Pe­ter Pi­lot­to mit sei­nem Part­ner Chris­to­pher de Vos, durch Ma­ry Ka­trant­zou, J.W.An­der­son und De­bü­tan­ten wie Sa­die Wil­li­ams oder Xiao Li. Lon­don ist ei­ne gran­dio­se Mi­schung aus rei­fem Kön­nen, auf­stre­ben­den Ta­len­ten und fre­chem Neu­be­ginn.

1 Früh­jahrs­mo­de im Zelt oh­ne Vor­hän­ge: Spit­zen

werk von Bur­ber­ry 2 Schul­ter­frei, lo­ser Schnitt: Ge­konn­tes von Paul Smith 3 So­fort zu er­ken­nen: Red La­bel von Vivienne West­wood 4 Die­se Hand­schrift ist neu, aber be­reits auch un­ver­kenn­bar: Pe­ter Pi­lot­to

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