DIE WE­GE DER ANGST

Wie das Ge­hirn reagiert

KURIER_PSYCHE - - ANGST -

Die In­for­ma­ti­on läuft gleich­zei­tig über zwei Bah­nen. Der schnelle Weg ver­setzt den Kör­per in Alarm­be­reit­schaft. Der lang­sa­me­re Weg – über die Ge­hirn­rin­de – sorgt für die ra­tio­na­le Ver­ar­bei­tung des Ge­fühls:

Ist die Angst be­rech­tigt oder nicht?

Ob­jekt der Angst

Ein Ding oh­ne Be­deu­tung, oder doch nicht?:

Mit den Au­gen nimmt der Mensch die Schlan­ge wahr und mel­det dies dem vi­su­el­len Tha­la­mus.

So­fort-Re­ak­ti­on

Der Tha­la­mus gibt re­la­tiv un­ge­nau wie­der, was als po­ten­zi­ell be­droh­lich er­kannt wird und schickt die­se In­fos an die Amyg­da­la (Man­del­kern), die ei­ne ra­sche, re­flex­ar­ti­ge Schutz­re­ak­ti­on aus­löst und den Kör­per in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt.

Über­leg­te Re­ak­ti­on

Gleich­zei­tig schickt der Tha­la­mus die vi­su­el­le In­for­ma­ti­on an die Hirn­rin­de, wo ge­nau ge­prüft wird, ob es sich hier wirk­lich um ei­ne be­droh­li­che Ge­fahr han­delt und ei­ne Flucht- bzw. Ver­tei­di­gungre­ak­ti­on not­wen­dig oder al­les ganz harm­los ist. Die­ses „Ver­rech­nungs-Er­geb­nis“geht wie­der zur Amyg­da­la.

Kör­per-Re­ak­ti­on

Von der Amyg­da­la aus wer­den nun die ent­spre­chen­den Kör­per- und Ver­hal­tens­re­ak­tio­nen neu ab­ge­stimmt. Herz­fre­quenz, Blut­druck, Mus­kel­span­nung stei­gen.

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