AUS DEM UN­SE­RE TRÄ­NEN SIND

KURIER_PSYCHE - - SEELE UND PSYCHE -

Die Trä­nen­pro­duk­ti­on ent­steht im zen­tra­len Ner­ven­sys­tem. Hier setzt ein be­stimm­ter Reiz von au­ßen ei­ne neu­ro­na­le Ver­schal­tung in Gang. Im Klein­hirn, so die Ver­mu­tung, wird die er­lern­ba­re Re­ak­ti­ons­schwel­le auf ei­nen be­stimm­ten Reiz fest­ge­legt. Da die Ge­hirn­zel­len ver­än­der­bar sind, ler­nen wir von klein auf das Wei­nen oder Nicht­wei­nen – und pas­sen un­ser Ver­hal­ten je nach Si­tua­ti­on dem­ent­spre­chend an. Ei­ni­ge For­scher ge­hen da­von aus, dass Trä­nen da­zu die­nen, che­mi­sche Sub­stan­zen aus dem Kör­per zu eli­mi­nie­ren, die durch Stress, Trau­er, Schmerz oder Wut ent­stan­den sind. Grund­sätz­lich be­steht Trä­nen­flüs­sig­keit aus Was­ser, Pro­te­inen, an­or­ga­ni­schen Sub­stan­zen und Koh­len­hy­dra­ten. Ih­re grund­sätz­li­che Auf­ga­be ist es, die Horn­haut zu rei­ni­gen und mit Nähr­stof­fen zu ver­sor­gen. Wie der Mensch weint, kann die Wis­sen­schaft phy­sio­lo­gisch er­klä­ren. Für die Grün­de bzw. die kon­kre­ten Aus­lö­ser da­hin­ter feh­len em­pi­ri­sche Be­wei­se. „Trä­nen­the­sen“wie den Kat­har­sis­ef­fekt, dem­zu­fol­ge Wei­nen rei­nigt, gibt es al­ler­dings zu­hauf.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.