„La­chen Sie den Stress ein­fach weg“

KURIER_PSYCHE - - GESUNDHEIT - GE­TES­TET VON

Al­le El­tern un­ter Ih­nen wer­den das si­cher ken­nen : Die lie­ben Klei­nen igno­rie­ren uns völ­lig, ver­lang­sa­men auf das An­su­chen, et­was bit­te ein bis­si schnel­ler zu ma­chen, par­tout noch ein­mal das Tem­po oder fan­gen we­gen Lap­pa­li­en zu plär­ren an – gro­ßes Dra­ma. Und es wird noch schlim­mer, wenn dann auch noch das Ge­schwis­ter­chen ins Ge­plärr ein­stimmt. Der Stres­spe­gel nimmt ra­sant zu, man möch­te sie am liebs­ten auf den Mond schie­ßen, soll­te aber gleich­zei­tig ru­hig und sou­ve­rän blei­ben. Was tun? Mein Tipp: Hu­mor. Ge­ra­de bei Kin­dern steckt in den ab­sur­des­ten Stress­si­tua­tio­nen doch im­mer auch ein wit­zi­ger Kern. Su­chen Sie die­sen, „hu­mo­ri­sie­ren“Sie die Si­tua­ti­on und lä­cheln Sie. Man wird sel­ber ent­spann­ter und auch der ärgs­te Quäl­geist kommt da­mit run­ter und lä­chelt im Ide­al­fall so­gar zu­rück. Es ist wirk­lich er­staun­lich, wie sehr ei­nen ein Lä­cheln, ein La­chen her­un­ter­brin­gen kann. Und wenn es dann mit den Kin­dern ein­mal ge­lun­gen ist und man sein per­sön­li­ches Hu­mor-Mus­ter ge­fun­den hat, lässt es sich auch im Job oder an­de­ren Stress­fäl­len an­wen­den. Im­mer dran den­ken, den Witz, das Ab­sur­de, in der Stress­si­tua­ti­on zu su­chen und zu fin­den. Selbst wenn es noch so aus­sichts­los scheint – ver­su­chen Sie zu la­chen. Sie wer­den se­hen, wie sich Stress­si­tua­tio­nen ver­än­dern, in­dem man ih­nen mit Hu­mor be­geg­net. Fa­zit: La­chen ist ge­sund, be­frei­end und kann selbst die stres­sigs­ten Si­tua­tio­nen halb­wegs in Wohl­ge­fal­len auf­lö­sen. Funk­tio­niert nicht im­mer, ist aber im­mer ei­nen Ver­such wert :-)

Breit­bei­nig ste­hen

So geht’s: Die Bei­ne min­des­tens hüft­breit auf­stel­len und die Ar­me ru­hig in die Hüf­ten stem­men. Am bes­ten funk­tio­niert es bloß­fü­ßig. Steht man fest ver­wur­zelt am Bo­den, wer­den über die Ner­ven­bah­nen ent­spre­chend po­si­ti­ve Bot­schaft ins Ge­hirn ge­schickt : „Ich bin sta­bil und füh­le mich stark.“Zwei Mi­nu­ten rei­chen aus! Coach Gün­ter Nie­der­hu­ber be­stä­tigt den Ef­fekt von Kör­per­hal­tung auf die Psy­che: „Wir neh­men un­se­ren Stim­mun­gen ge­mäß be­stimm­te Kör­per­hal­tun­gen ein. Das geht aber auch um­ge­kehrt, dass man über die Hal­tung die Stim­mung be­ein­flusst. Dar­über gibt es be­reits Stu­di­en.“

To­te-Mann-Stel­lung Atem zäh­len

So geht’s: Auf­recht hin­set­zen, Au­gen schlie­ßen, bei­de Hän­de auf den Bauch le­gen und tief ein- und aus­at­men, so­dass man spürt, wie sich die Bauch­de­cke hebt und senkt. Beim Ein­at­men bis 10 zäh­len und beim Aus­at­men von 10 rück­wärts. Nie­der­hu­ber: „Grund­sätz­lich hat die At­mung ei­nen gro­ßen Ein­fluss auf un­ser Stres­s­emp­fin­den. Die Kon­zen­tra­ti­on auf die At­mung und die Bauch­at­mung ge­ne­rell hat ei­ne be­ru­hi­gen­de Wir­kung, denn man kon­zen­triert sich auf sie, an­statt auf die Stress­aus­lö­ser.“Das hilft auch, wenn das Herz zu ra­sen be­ginnt. Denn mit dem ru­hi­gen Wei­ter­at­men si­gna­li­siert man dem Kör­per: kei­ne Pa­nik, al­les gut!

Mi­ni-Ur­laub im Kopf

Da­bei han­delt es sich um die ein­fachs­te Im Bü­ro geht es rund, der Ab­ga­be­ter­min und ent­span­nends­te Yo­ga-Übung. Sie rückt nä­her, das Te­le­fon läu­tet ist aber nicht un­be­dingt bü­rot­aug­lich. un­un­ter­bro­chen, die Kol­le­gen sind laut So geht’s: Für Sha­vas­a­na muss man und man fühlt sich schon ganz schwind­lig sich flach auf den Bo­den le­gen, die Bei­ne vor lau­ter Un­ru­he. Jetzt kann ein aus­stre­cken, die Fü­ße nach au­ßen fal­len ge­dank­li­cher Mi­ni-Ur­laub hel­fen. las­sen. Die Ar­me ge­streckt, mit den Hand­flä­chen So geht’s: Ein­fach zu­rück­leh­nen, Au­gen nach oben, ne­ben den Kör­per schlie­ßen und an was Schö­nes den­ken le­gen. Drei bis fünf Mi­nu­ten in die­ser – et­wa wie man im Ur­laub am Strand Po­si­ti­on blei­ben, oh­ne sich ab­len­ken zu ge­le­gen ist und aufs Meer ge­blickt hat … las­sen, oh­ne zu spre­chen. Ru­hig und Nie­der­hu­ber: „Das Ge­dan­ken­spiel ist ei­ne gleich­mä­ßig at­men. Mit der Zeit be­ru­higt gu­te Mög­lich­keit, die Ur­laubs­er­ho­lung sich die At­mung und die Ge­dan­ken wer­den zu ver­län­gern. Es lenkt ab, wirkt frei. Ide­al abends vor dem Schla­fen­ge­hen. ent­span­nend und be­ru­higt.“

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