DEM PAS­SEN­DEN ME­DI­KA­MENT

KURIER_PSYCHE - - DARÜBER REDEN -

Me­di­ka­men­te kön­nen das Le­ben psy­chisch kran­ker Men­schen wie­der ins Lot brin­gen. Doch weiß man im Vor­aus nie, wel­che der zahl­rei­chen Arz­nei­en bei der je­wei­li­gen Per­son über­haupt nützt. Denn je­der re­agiert an­ders auf die che­mi­schen Stim­mungs­auf­hel­ler. Wel­ches An­ti­de­pres­si­vum wird mei­nem Pa­ti­en­ten hel­fen? Vor die­ser Fra­ge ste­hen Psych­ia­ter wie Karl Dan­ten­dor­fer: „Bei je­dem An­ti­de­pres­si­vum be­steht die sta­tis­ti­sche Wahr­schein­lich­keit von 70 Pro­zent, dass es wirkt. Bei 30 Pro­zent der Men­schen wirkt es aber nicht. Man wählt al­so aus ei­ner Grup­pe von meh­re­ren Me­di­ka­men­ten je­nes aus, von dem man denkt, dass es am bes­ten passt.“Von da an be­ginnt ein Ver­such-un­dIrr­tum-Spiel. „Es ist wich­tig, von An­fang an of­fen und ehr­lich zum Pa­ti­en­ten zu sein. Ist man das nicht, ver­liert man ihn schnell, wenn es nicht gleich beim ers­ten An­lauf funk­tio­niert.“Das pas­sen­de Me­di­ka­ment zu fin­den, ist al­so oft ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung. Zu­sätz­lich muss es oft­mals ei­ne Ab­wä­gung zwi­schen dem be­trächt­li­chen Nut­zen und den Ne­ben­wir­kun­gen vor­neh­men.

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