„An­lie­gen, die zur Be­wäl­ti­gung des le­bens bei­tra­gen“

KURIER_PSYCHE - - THERAPIE UND BERATUNG -

Was fällt un­ter das Auf­ga­ben­ge­biet der Psy­cho­the­ra­pie? Pe­ter Stippl:

Die Aus­übung der Psy­cho­the­ra­pie ist die um­fas­sen­de, be­wuss­te und ge­plan­te Be­hand­lung von psy­cho­so­zi­al oder auch psy­cho­so­ma­tisch be­ding­ten Ver­hal­tens­stö­run­gen und Lei­dens­zu­stän­den. An­ge­wen­det wer­den wis­sen­schaft­lich-psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Me­tho­den mit dem Ziel, be­ste­hen­de Sym­pto­me zu mil­dern oder zu be­sei­ti­gen, ge­stör­te Ver­hal­tens­wei­sen und Ein­stel­lun­gen zu än­dern und die Rei­fung, Ent­wick­lung und Ge­sund­heit des Be­han­del­ten zu för­dern.

Mit wel­chen Be­schwer­den wen­det man sich am bes­ten an ei­nen Psy­cho­the­ra­peu­ten?

Man kann mit al­len An­lie­gen, die zur Be­wäl­ti­gung des ei­ge­nen Le­bens bei­tra­gen, an ei­nen Psy­cho­the­ra­peu­ten her­an­tre­ten. Das kön­nen per­sön­li­che Kri­sen sein, Ängs­te, be­ruf­li­che und fa­mi­liä­re Pro­ble­me so­wie be­las­ten­de Er­leb­nis­se aus der Ver­gan­gen­heit. Eben­so bei Er­kran­kun­gen wie De­pres­sio­nen, Burn-out, Psy­cho­sen oder auch Angst­stö­run­gen. Fall­wei­se wer­den die­se in Zu­sam­men­ar­beit mit ei­nem Arzt be­han­delt, wenn Me­di­ka­men­te nö­tig sind.

Wie wird man ein Psy­cho­the­ra­peut?

Die Aus­bil­dung glie­dert sich in den Ein­füh­rungs­teil und den fach­spe­zi­fi­schen Teil in ei­ner der ge­setz­lich an­er­kann­ten 23 psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Me­tho­den. Zur Aus­bil­dung zählt auch Selbst­er­fah­rung – Stu­die­ren­de be­ge­ben sich in Psy­cho­the­ra­pie und wer­den in ih­rer Ar­beit von ei­nem Su­per­vi­sor be­glei­tet. Nach ab­ge­schlos­se­ner Aus­bil­dung gibt es die Fort­bil­dungs­ver­pflich­tung und Wei­ter­bil­dun­gen für ver­schie­de­ne Be­rei­che.

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