„Wir be­fas­sen uns nur mit dem ge­sun­den Men­schen“

KURIER_PSYCHE - - THERAPIE UND BERATUNG -

Was macht ein Le­bens- und So­zi­al­be­ra­ter? Hel­mut Sie­ben­mor­gen:

Le­bens­be­ra­ter ar­bei­ten in ei­nem pro­fes­sio­nel­len Kon­text, um Men­schen im Er­rei­chen ih­rer Zie­le und im Lö­sen ih­rer Pro­ble­me als auch zur Selbst­er­fah­rung zu be­glei­ten. Dies ge­schieht je nach Me­tho­de ziel-, lö­sungs-, res­sour­cen- oder auch pro­zess­ori­en­tiert. Im Un­ter­schied zur Psy­cho­the­ra­pie oder zur Kli­ni­schen- und Ge­sund­heits­psy­cho­lo­gie als auch zur Psych­ia­trie wer­den in der Le­bens- und So­zi­al­be­ra­tung kei­ne Krank­heits­bil­der, al­so Dia­gno­sen nach ICD-10, be­han­delt. Le­bens- und So­zi­al­be­ra­tung be­fas­sen sich aus­schließ­lich mit dem ge­sun­den Men­schen.

Mit wel­chen The­men ist man in der Le­bens- und So­zi­al­be­ra­tung am bes­ten auf­ge­ho­ben?

Das ist sehr viel­schich­tig: Pri­va­te Pro­blem- und Kri­sen­si­tua­tio­nen wie Part­ner­schaft, Se­xua­li­tät, Trau­er, psy­cho­so­ma­ti­sche Be­schwer­den, ver­min­der­ter Selbst­wert, Ängs­te, Ent­schei­dungs­schwie­rig­kei­ten, Kri­sen­in­ter­ven­ti­on sind nur ei­ni­ge da­von. Aber auch be­ruf­li­che Pro­ble­me wie Mob­bing, Burn-out, Job­ver­lust, be­ruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung oder Kar­rie­r­e­be­ra­tung.

Wie lau­fen Aus­bil­dung und Zer­ti­fi­zie­rung ab?

Die Aus­bil­dung hat ei­ne Min­dest­dau­er von fünf Se­mes­tern und ei­ne Min­dest­stun­den­an­zahl von 584 St­un­den. Zu­sätz­lich kom­men 30 St­un­den Ein­zel­selbst­er­fah­rung und 750 St­un­den Prak­ti­kum mit Su­per­vi­si­on da­zu. Die Aus­bil­dungs­in­sti­tu­te wer­den von der WKO zer­ti­fi­ziert.

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