AN­TI­DE­PRES­SI­VA WIE SIE WIR­KEN

KURIER_PSYCHE - - DEPRESSION UND BURN-OUT -

Bei ei­ner De­pres­si­on ist die Si­gnal­über­tra­gung zwi­schen den Ner­ven­zel­len ge­stört. Da­für sind ver­schie­de­ne che­mi­sche Bo­ten­stof­fe ver­ant­wort­lich und ge­nau dort set­zen An­ti­de­pres­si­va an. Am häu­figs­ten geht es um Se­ro­to­nin (Glücks­hor­mon), da­ne­ben aber auch um No­r­ad­re­na­lin oder Do­pa­min. Die Ta­blet­ten ver­än­dern den Spie­gel ei­nes oder meh­re­rer Bo­ten­stof­fe, in­dem sie die Frei­set­zung aus dem Spei­cher – dem syn­ap­ti­schen Spalt – er­hö­hen, de­ren Wir­kung ver­län­gern bzw. den Ab­bau ver­zö­gern. Heu­te wer­den haupt­säch­lich Se­ro­to­nin-Wie­der­auf­nah­me­hem­mer ver­schrie­ben. Ge­wichts­zu­nah­me so­wie Darm- und Li­bi­do­pro­ble­me sind lei­der mög­li­che Ne­ben­wir­kun­gen. Äl­te­re Pil­len wie die so­ge­nann­ten try­zy­kli­schen An­ti­de­pres­si­va oder MAO-Hem­mer ha­ben auf­grund ih­res viel­fäl­ti­ge­ren che­mi­schen Wirk­me­cha­nis­mus auch dem­ent­spre­chend mehr Ne­ben­wir­kun­gen und kom­men meist nur mehr zum Zug, wenn mo­der­ne Mit­tel nicht wei­ter­hel­fen. Für al­le Ty­pen gilt: Die Wir­kung setzt erst nach ei­ni­gen Ta­gen bis Wo­chen ein.

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