DIE­SE WARN­SI­GNA­LE SOLL­TEN SIE BE­ACH­TEN

Bei ei­nem hör­ba­ren Atem­ge­räusch, ty­pi­scher­wei­se bei der Ein­at­mung, soll­te man Vor­sicht wal­ten las­sen

KURIER_SPECIAL - - DIE LUNGE -

Das Haupt­sym­ptom ei­ner Fehl­funk­ti­on der Atem­we­ge ist die Atem­not. Das Ge­fühl, zu we­nig Luft zu be­kom­men, ist ein sehr sub­jek­ti­ves: „Hat man über län­ge­re Zeit ei­ne ver­leg­te Na­se, hat man auch das Ge­fühl, schlecht Luft zu be­kom­men. Der Un­ter­schied zur Atem­not auf­grund ei­ner la­ten­ten Lun­gen­er­kran­kung, die tat­säch­lich le­bens­be­droh­lich wer­den kann, ist aber groß“, sagt Diet­mar Thurn­her, Vor­stand der Hals-Na­sen-Oh­ren-Uni­ver­si­täts­kli­nik Graz.

Ei­ne aku­te Atem­not aus HNO-ärzt­li­cher Sicht hin­ge­gen geht oft von der engs­ten Stel­le der Atem­we­ge im Be­reich des Kehl­kop­fes aus. Wenn es dort zur Ve­ren­gung kommt – auf­grund ei­nes all­er­gi­schen Zu­stands oder ei­nes Tu­mors – macht sich das schnell be­merk­bar. „Es kommt zu ei­nem hör­ba­ren Atem­ge­räusch, ty­pi­scher­wei­se bei der Ein­at­mung“, sagt Thurn­her. Wenn die Atem­we­ge kom­plett ver­legt wer­den, hat man le­dig­lich we­ni­ge Mi­nu­ten Zeit für Not­fall­maß­nah­men.

Chro­ni­sche Lun­gen­er­kran­kun­gen ver­lau­fen schlei­chend und ma­chen sich zum Bei­spiel durch Kurz­at­mig­keit bei kör­per­li­cher Be­las­tung erst­mals be­merk­bar. „Die meis­ten Be­trof­fe­nen kön­nen die­se Kurz­at­mig­keit erst gar nicht zu­ord­nen oder emp­fin­den sie nicht als krank­haft. Beim Wan­dern in­ter­pre­tie­ren sie Be­las­tungs­a­tem­not zum Bei­spiels als feh­len­de Kon­di­ti­on“, sagt Lun­gen­fach­ärz­tin Ger­lin­de Fa­sching. Men­schen wür­den sich lang­sam an den Zu­stand, we­ni­ger Luft zu ha­ben, ge­wöh­nen und ihn nicht als Atem­not emp­fin­den. Ge­nau­so, wie sich Rau­cher an den Hus­ten ge­wöh­nen: „Sie ge­hen erst dann zum Arzt, wenn sich ihr Zu­stand we­gen ei­ner schwe­re Ent­zün­dung mit Fie­ber ver­schlech­tert.“Aku­ter Hus­ten kann grund­sätz­lich ein po­si­ti­ves Sym­ptom sein. Dau­ert er aber län­ger als acht Wo­chen an, gilt er als chro­nisch und soll­te ab­ge­klärt wer­den. Ei­nes der ge­fähr­lichs­ten Sym­pto­me ist ein Hus­ten mit blu­ti­gem Aus­wurf – Tu­ber­ku­lo­se, Lun­gen­em­bo­lie oder Krebs­er­kran­kun­gen sind denk­bar.

Ein ernst zu neh­men­des Alarm­zei­chen sind au­ßer­dem Brust­schmer­zen. „Wenn je­mand sagt: Ich kann nicht durch­at­men und mir tut der Brust­korb weh. Da soll­te man auf je­den Fall hell­hö­rig wer­den“, ap­pel­liert Fa­sching.

Hus­ten mit blu­ti­gem Aus­wurf zählt zu den alar­mie­ren­den Sym­pto­men

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