MIT HOLZ WACH­SEN DIE AR­BEITS­PLÄT­ZE

Rund je­der zehn­te Ein­kom­mens­be­zie­her in Ös­ter­reich ar­bei­tet mit dem Werk­stoff holz. georg Bin­der, ge­schäfts­füh­rer pro:holz Aus­tria, über die­se nach­hal­ti­ge Ar­beits­welt mit mehr­wert.

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Mit ei­nem Wald­an­teil von knapp 50 Pro­zent der Staats­flä­che ist „Wald & Holz“ein Stär­ke­feld in Ös­ter­reich, das dem Land hoch­wer­ti­ge Ar­beits­plät­ze und ei­ne ent­spre­chen­de Wert­schöp­fung ga­ran­tie­ren kann. „Der Bei­trag, den ‚Wald & Holz‘ zu ei­ner nach­hal­ti­gen Kreis­lauf­wirt­schaft, zu ei­ner Res­sour­cen­wen­de hin zu nach­wach­sen­den Roh­stof­fen und zum Kli- ma­schutz durch CO2-Spei­che­rung leis­ten kann, ist ein ge­samt­haf­ter ge­sell­schaft­li­cher Mehr­wert. Wer hier ar­bei­tet, wird Teil die­ses Mehr­werts,“sagt Georg Bin­der, Ge­schäfts­füh­rer von pro:holz Aus­tria. Zu­frie­den zeigt er sich auch mit der für ei­ne sol­che Bran­che wich­ti­gen Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on: „Ös­ter­reich ist im Be­reich der Forst- und Holz­aus­bil­dung ab­so­lut füh­rend. Das Fach­wis­sen der ös­ter­rei­chi­schen Ex­per­ten ist in­ter­na­tio­nal ge­fragt. De­le­ga­tio­nen aus Nord- und Süd­ame­ri­ka, Chi­na und Ja­pan kom­men und ler­nen, wie wir in Ös­ter­reich un­se­ren Wald nach­hal­tig be­wirt­schaf­ten und in­no­va­ti­ve Pro­duk­te, bei­spiels­wei­se für den mo­der­nen Holz­bau, mit ho­her Wert­schöp­fung er­zeu­gen.“Ein Wis­sen, das auch da­für sorgt, dass ös­ter­rei­chi­sche Fir­men und In­ge­nieu­re Hoch­häu­ser aus Holz welt­weit bau­en – von Nor­we­gen bis Aus­tra­li­en.

Als Bei­spie­le für solch her­vor­ra­gen­de Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in der Bran­che nennt er das Holz­tech­ni­kum Kuchl, das Aus­bil­dungs­zen­trum der Holz­in­dus­trie, das von die­ser selbst im Rah­men ih­rer In­ter­es­sen­ver­tre­tung fi­nan­ziert wird und über die Jah­re stän­dig aus­ge­baut wur­de. Bin­der: „Die In­dus­trie steu­ert da­durch selbst mit Qua­li­tät und Weit­sicht ih­ren Bran­chen­nach­wuchs. Die jähr­lich rund 80 bis 90 Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten aus Fach­schu­le und HTL kom­men oh­ne Pro­ble­me in der Bran­che un­ter.“

In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat die Holz­ver­ar­bei­tung ei­nen star­ken Trend zur In­dus­tria­li­sie­rung er­fah­ren, durch tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen ist bei­spiels­wei­se der Holz­bau in völ­lig neue Di­men­sio­nen in Spann­wei­ten und Hö­hen von Ge­bäu­den ge­sto­ßen: „Um die­se An­wen­dun­gen in die Brei­te zu brin­gen, braucht es ei­ne stär­ke­re in­ter­dis­zi­pli­nä­re uni­ver­si­tä­re Aus­bil­dung bei Ar­chi­tek­ten und be­son­ders bei In­ge­nieu­ren“, äu­ßert Georg Bin­der ei­nen Wunsch. „Bei al­ler In­dus­tria­li­sie­rungmüs­sen­wira­be­rauch­schau­en, dass wir die hand­werk­li­chen Fer-

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