HOLZ IS ALL AROUND

Holz und der Wald tau­chen nicht nur in na­he­lie­gen­den Zu­sam­men­hän­gen auf, sie spie­len auch in der Pop-Kul­tur ei­ne im­mer wie­der­keh­ren­de Rol­le.

KURIER_SPECIAL - - WALD-ROCKER -

Was ha­ben ein al­tern­der Rock’n’Rol­ler, ein ame­ri­ka­ni­scher Schau­spie­ler, ein um­strit­te­ner Re­gis­seur und ein ge­zeich­ne­ter Specht ge­mein­sam? Sie al­le tei­len sich ei­nen höl­zer­nen Na­men: Ron Wood, Woo­dy Har­rel­son, Woo­dy Al­len und Woo­dy Wood­pe­cker. Man sieht den Wald al­so qua­si vor lau­ter Na­men nicht! Üb­ri­gens ei­ne Re­de­wen­dung, die Chris­toph Mar­tin Wie­land im 18. Jahr­hun­dert durch häu­fi­gen Ge­brauch be­kannt ge­macht hat. In die­sel­be Ker­be schlägt das Sprich­wort, man mö­ge für Glück auf Holz klop­fen. Ei­ne Tra­di­ti­on, die üb­ri­gens aus der See­fahrt und dem Berg­bau stammt. „Evil De­ad“oder „Ca­bin in the Woods“. Da könn­te man ja glatt Hy­lo­pho­bia be­kom­men – so nennt man die ir­ra­tio­na­le Angst vor Bäu­men und Wäl­dern. Zum Glück gibt es aber auch freund­li­che­re Bäu­me. Die peit­schen­de Wei­de in Harry Pot­ter be­schützt ei­nen ge­hei­men Ein­gang, wenn­gleich mit Ohr­fei­gen, aber im­mer­hin für ei­nen gu­ten Zweck. In „Herr der Rin­ge“hel­fen spre­chen­de Bäu­me – die Ents – den Ge­fähr­ten im Kampf ge­gen die bö­se Macht.

Im Wald selbst ma­chen ja haupt­säch­lich Vö­gel die Mu­sik. Au­ßer­halb da­von war Woo­dy Gu­thrie ent­schei­dend dar­an be­tei­ligt, den ame­ri­ka­ni­schen Folk zu ent­wi­ckeln und Bob Dylans wich­tigs­tes Vor­bild. Heu­te schickt sich der fran­zö­si­sche Künst­ler Wood­kid an, den Pop zu er­neu­ern. Der ist so am Puls der Zeit, dass er be­stimmt das dä­ni­sche Mo­de­la­bel Wood Wood trägt, das seit meh­ren Jah­ren vor­nehm­lich von jun­genhip­pen­Men­schen­durch­dieStäd­te ge­tra­gen wird. Die nen­nen im üb­ri­gen ih­re Hun­de sehr ger­ne Wal­di. Der klas­si­sche Da­ckel­na­me stammt vom we­ni­ger sü­ßen Wal­de­mar, ein ger­ma­ni­scher Na­me, der so viel be­deu­tet wie „be­kann­ter Herr­scher“. Ein sehr be­kann­ter Herr­scher ist ja auch Gott. Der selbst hat das mit der Be­deu­tung der Bäu­me auch ir­gend­wie los­ge­tre­ten: Mit dem ver­bo­te­nen Baum der Er­kennt­nis muss­ten schon Adam und Eva am An­fang der Schöp­fung Be­kannt­schaft ma­chen.

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