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Wie schnell sind wir beim täg­li­chen Trai­ning ge­lau­fen? Wie vie­le Ka­lo­ri­en ha­ben wir ver­brannt? Auf wel­che Nah­rungs­mit­tel re­agiert un­ser Kör­per mit Un­ver­träg­lich­kei­ten? Auf al­le die­se Fra­gen ge­ben heu­te Apps die Ant­wort. Di­gi­ta­le An­ge­bo­te er­leich­tern es uns un­ge­mein, die ei­ge­ne Ge­sund­heit im Au­ge zu be­hal­ten, das per­sön­li­che Fit­ness­pro­gramm zu op­ti­mie­ren, ja selbst, sich bei psy­chi­schen Pro­ble­men Be­ra­tung zu ho­len. Das hat vie­le Vor­tei­le – es kann zur Mo­ti­va­ti­on bei­tra­gen, zu mehr Be­wusst­sein für den eig­nen Kör­per, es kann Hemm­schwel­len ab­bau­en und ganz ge­ne­rell bringt der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt Ver­bes­se­run­gen in Me­di­zin und For­schung mit sich. Un­ter dem Be­griff „E-He­alth“ist ei­ne gan­ze In­dus­trie ent­stan­den, die sich um den Ein­satz di­gi­ta­ler Lö­sun­gen im Ge­sund­heits­we­sen dreht. Die An­wen­dun­gen rei­chen vom pri­va­ten Be­reich für Kon­su­men­ten bis hin zu pro­fes­sio­nel­len Ein­satz­ge­bie­ten in der Me­di­zin. In die­ser Aus­ga­be des fu­ture­zo­ne Ma­ga­zins wid­men wir uns der The­ma­tik in drei gro­ßen Schwer­punk­ten: Ge­sund­heit, Li­fe­style und For­schung. Wir se­hen uns die vie­len Ver­bes­se­run­gen an, die die Di­gi­ta­li­sie­rung im Ge­sund­heits­we­sen ge­bracht hat, aber wir wer­fen auch ei­nen kri­ti­schen Blick auf die Fol­gen von Da­ten­sam­meln und Selbst­op­ti­mie­rung und ge­hen der Fra­ge nach, was ge­schieht, wenn der ei­ge­ne Kör­per für an­de­re zum Ge­schäfts­mo­dell wird. Da­ten­schutz- und Si­cher­heits­fra­gen wer­den be­son­ders dring­lich, wenn es um die Ge­sund­heit geht. Was, wenn sen­si­ble In­for­ma­tio­nen in die fal­schen Hän­de ge­lan­gen? Was, wenn die künst­li­che In­tel­li­genz ver­sagt, die künf­tig – zu­min­dest in Tei­len – die Ar­beit von Ärz­ten über­neh­men wird? Wol­len wir lang­fris­tig vom tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt pro­fi­tie­ren, müs­sen jetzt die Wei­chen da­für ge­stellt wer­den, dass der Um­gang­mit­und­derEin­satz­derDa­ten­nicht aus­de­mRu­der­läuft.Au­ßer­dem­wir­des­nö­tig sein, Ver­trau­en für die Tech­no­lo­gi­en auf­zu­bau­en. Ähn­lich wie Men­schen noch gro­ße Un­si­cher­hei­ten ge­gen­über selbst­fah­ren­den Au­tos emp­fin­den, wird sich nicht je­der be­reit­wil­lig von Ro­bo­tern be­han­deln las­sen wol­len. Hier wird viel Auf­klä­rung nö­tig sein.

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