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Wenn trotz re­gel­mä­ßi­gen Trai­nings der Kör­per­fett­an­teil nicht we­ni­ger wird oder die Mus­keln nicht mehr wach­sen, sorgt das bei Hob­by­sport­lern für Frust. Wo­zu sich sechs Mal die Wo­che quä­len, wenn nichts wei­ter­geht? In Ex­trem­fäl­len wer­den kon­trä­re Kon­se­quen­zen dar­aus ge­zo­gen. A) Die „Scheiss-Drauf-Stim­mung“: Chips, Co­la, Scho­ko­la­de, Couch, Fern­se­her – weil der gan­ze Sport eh nichts bringt. Oder B) der „Da-muss-mehr-ge­hen-Ehr­geiz“wird ge­weckt: Län­ge­re Stre­cken, hö­he­re Ge­wich­te, Puls am Li­mit. Här­te­res Trai­ning mit we­ni­ger Re­ge­ne­ra­ti­on. Ob­wohl of­fen­sicht­lich scheint, wel­che der bei­den Trotz­re­ak­tio­nen hilft, das Pla­teau zu über­win­den, ist die Wahr­schein­lich­keit hoch, dass auch die Rein­bei­ßen-und-Gas­ge­benMe­tho­de nicht zum ge­wünsch­ten Ziel führt. Das kann zu Über­trai­ning füh­ren, ei­ne Art Kurz­schluss im Kör­per, her­bei­ge­führt durch Über­las­tung. Mög­li­che Fol­gen: Leis­tungs­rück­gang, mi­grä­ne­ähn­li­che Be­schwer­den, Schmer­zen, Schlaf­stö­run­gen bis hin zu De­pres­sio­nen.

„Wenn du re­gel­mä­ßig misst und ent­spre­chend un­se­rer Trai­nings­emp­feh­lun­gen trai­nierst, ist es prak­tisch aus­ge­schlos­sen, ins Über­trai­ning zu fal­len“, ver­spricht Pul­se7, der ös­ter­rei­chi­sche Her­stel­ler des Vi­tal­mo­ni­tor Pro (399 Eu­ro). Wei­te­re Ver­spre­chen sind das Ver­mei­den von „un­nö­ti­gen St­un­den im Stu­dio“für Kraft­sport­ler und „glei­cher Auf­wand, mehr Er­folg“für Car­dio-Fans.

Für mich war der Test des Vi­tal­mo­ni­tor Pro sehr pas­send. Ich bin zwar kein Leis­tungs­sport­ler, mit sechs Mal Fit­ness­trai­ning pro Wo­che (Kraft/Car­dio) aber auch kein Sport­muf­fel. Den­noch ste­he ich mit mei­nem Kör­per auf Kriegs­fuß und ha­be Pro­ble­me, sei­ne Si­gna­le zu deu­ten – oder igno­rie­re sie, weil mir die Nach­richt nicht ge­fällt. Die Prä­mis­se des Vi­tal­mo­ni­tor Pro ist, dass er mir per App deut­lich sagt, wie mein Kör­per drauf ist und in wel­cher In­ten­si­tät ich Aus­dau­er- oder Kraft­trai­ning be­trei­ben soll­te, um die bes­ten Re­sul­ta­te zu er­zie­len.

Der Vi­tal­mo­ni­tor Pro zeigt Re­ge­ne­ra­ti­ons­sta­tus und Stress (psy­chisch/phy­sisch) in Pro­zent an. Für das Aus­dau­er­trai­ning wird ei­ner von fünf Puls­be­rei­chen emp­foh­len. Die Emp­feh­lung für das Kraft­trai­ning er­folgt in den Stu­fen leicht, nor­mal und hart. Die Er­klä­rung laut Web­site: Leicht ist Kraft-Aus­dau­er­trai­ning, Nor­mal ein Hy­per­tro­phie­trai­ning und Hart be­deu­tet Ma­xi­mal­kraft­trai­ning. Wer die­se Be­grif­fe nicht kennt, muss selbst da­nach su­chen, wei­te­re Er­klä­run­gen vom Her­stel­ler gibt es nicht. Hat man be­reits ei­nen fi­xen Trai­nings­plan, muss man sich selbst über­le­gen, wie man die­sen an die Emp­feh­lun­gen des Vi­tal­mo­ni­tors an­passt. Im­mer­hin wird man nicht gänz­lich al­lei­ne ge­las­sen. In der App kann ein Coach hin­zu­ge­fügt wer­den, der Zu­griff auf die Mes­s­er­geb­nis­se hat und per Chat-Funk­ti­on Feed­back ge­ben kann. Auf der Web­site wer­den Part­ner­un­ter­neh­men ge­lis­tet. Wie viel ein Coach kos­tet, steht dort nicht. Ei­ne Su­che nach Coa­ches in der App ist lei­der nicht mög­lich. Neue Nut­zer soll­ten sich für die kos­ten­lo­sen, ein­stün­di­gen We­bi­na­re an­mel­den. Wer das nicht macht, könn­te sich auf­grund der vie­len neu­en Da­ten und re­la­tiv knap­pen Er­klä­run­gen mit dem Pro­dukt al­lein­ge­las­sen füh­len. Lei­der­geht­da­sAn­mel­den­zu­denWe­bi­na­ren nur auf die Web­site und nicht in der App. Im­mer­hin fin­den Hil­fe­su­chen­de An­lei­tungs­vi­de­os in der App. Hier wer­den die Ba­sis­funk­tio­nen, wort­los zu ge­ne­ri­scher Ent­span­nungs­mu­sik, vor­ge­führt.

Ein E-Mail, das nach den ers­ten An­wen­dun­gen ein­tru­delt, ver­un­si­cher­te mich. Dem­nach soll ich im Web­por­tal die Qua­li­tät der Wer­te kon­trol­lie­ren. Ein Blog­ein­trag zeigt Bei­spiel-EKG-Kur­ven für schlech­te Mes­sun­gen, die man mit den EKG-Kur­ven der ei­ge­nen Mes­sun­gen ver­glei­chen soll – was müh­sam ist. Laut Pul­se7 ist die re­gel­mä­ßi­ge Kon­trol­le der Wer­te für die meis­ten Nut­zer aber nicht not­wen­dig, da dies

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