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Ei­ne ge­sun­de Ein­stel­lung: Trotz be­schränk­ter Bud­gets und knap­per per­so­nel­ler Res­sour­cen wol­len Ge­sund­heits­dienst­leis­ter für ih­re Pa­ti­en­ten heu­te und in Zu­kunft die best­mög­li­che Ver­sor­gung si­cher­stel­len. Aber wie lässt sich Qua­li­tät op­ti­mie­ren, wenn zu­gleich Kos­ten ge­dämpft wer­den­müs­sen?Di­gi­ta­leAp­pli­ka­tio­nen­bie­ten viel­fäl­ti­ge Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge. Jen­seits von kurz­le­bi­gen Trends kön­nen wir drei star­ke Ent­wick­lun­gen be­ob­ach­ten:

In Ös­ter­reich ist heu­te die Elek­tro­ni­sche Ge­sund­heits­ak­te im Ein­satz. Wich­ti­ge Da­ten wie Be­fun­de oder die Me­di­ka­ti­on ei­nes Pa­ti­en­ten sind be­reits in­sti­tu­ti­ons­über­grei­fend ver­füg­bar oder wer­den dies bald sein, um me­di­zi­ni­sche Fach­kräf­te je­der­zeit bei der Ent­schei­dungs­fin­dung zu un­ter­stüt­zen.

Ei­ne hilf­rei­che Ap­pli­ka­ti­on ist das Pa­ti­en­ten­por­tal, in dem Pa­ti­en­ten selbst ih­re Da­ten pfle­gen, Zu­griffs­rech­te frei­ge­ben und Pa­ra­me­ter wie Blut­druck oder Blut­zu­cker­wer­te ein­tra­gen kön­nen. Der be­han­deln­de Arzt ruft die Da­ten ab und kon­tak­tiert Pa­ti­en­ten bei re­le­van­ten Ab­wei­chun­gen. re­du­zie­ren die Ri­si­ken, er­hö­hen die Qua­li­tät und spa­ren wert­vol­le Zeit im OP. Schon in der Dia­gnos­tik kom­bi­nie­ren Al­go­rith­men heu­te Da­ten ver­schie­de­ner Mo­da­li­tä­ten wie CT, MR, Rönt­gen und Ul­tra­schall. Die Sys­te­me wei­sen auf Auf­fäl­lig­kei­ten hin, un­ter­stüt­zen Ärz­te bei der Be­fun­dung und sor­gen so­mit für gleich­blei­bend ho­he Prä­zi­si­on.

Die An­bie­ter von Me­di­zin­tech­nik ent­wi­ckeln Di­gi­ta­li­sie­rungs­the­men jetzt mit Hoch­druck wei­ter, um ei­ne evi­denz­ori­en­tier­te Ver­sor­gung für Pa­ti­en­ten vor­an­zu­brin­gen. Heu­te ste­hen­leis­tungs­fä­hi­gePlatt­for­men­zu­rVer­fü­gung,über­die­si­chGe­sund­heits­ver­sor­ger­ver­net­zen, Ex­per­ti­se fin­den und Zu­gang zu hilf­rei­chen Ap­pli­ka­tio­nen be­kom­men.

So ha­ben Sie­mens He­alt­hineers und IBM ei­ne Al­li­anz im Be­reich Po­pu­la­ti­on He­alth Ma­nage­ment ge­schlos­sen. Der IBM Wat­son Ca­re Ma­na­ger ana­ly­siert kli­ni­sche und in­di­vi­du­el­le Da­ten und lei­tet wert­vol­le Er­kennt­nis­se ab. Da­mit kön­nen Ex­per­ten akut und chro­nisch Kran­ke bes­ser be­treu­en und ge­ziel­ter be­ra­ten.

Ich den­ke, die Bei­spie­le zei­gen, dass Di­gi­ta­li­sie­rung kein Selbst­zweck ist. In­ter­ak­ti­ve Sys­te­me­un­ter­stüt­zen­Ge­sund­heits­ver­sor­ger welt­weit bei der Lie­fe­rung hoch­wer­ti­ger Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung. Di­gi­ta­le Lö­sun­gen wer­den ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag da­zu leis­ten, un­se­re Ge­sund­heits­sys­te­me wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Und Pa­ti­en­ten pro­fi­tie­ren, wenn die­se Mög­lich­kei­ten ver­ant­wor­tungs­voll ge­nutzt und sinn­voll kom­bi­niert wer­den.

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