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2017 fei­ert das iPho­ne sei­nen zehn­ten Ge­burts­tag. Das im All­ge­mei­nen als ers­tes „rich­ti­ges“Smart­pho­ne an­er­kann­te Ge­rät aus dem Jahr 2007 mu­tet heu­te be­reits wie ein Mu­se­ums­ob­jekt an. Ein lang­sa­mer Web-Brow­ser, ei­ne schlecht auf­lö­sen­de Ka­me­ra und ei­ne we­nig ver­trau­ens­wür­di­ge Na­vi­ga­ti­on: Trotz­dem ver­setz­te es tech­ni­kaf­fi­ne Erst­kun­den in Ver­zü­ckung.

Zehn Jah­re spä­ter surft man mit LTE-Ge­schwin­dig­keit, ver­wen­det Aug­men­ted-Rea­li­ty-Apps und holt sich sein Car­sha­rin­gFahr­zeug mit dem Smart­pho­ne ab. 2007 wur­den welt­weit 122 Mil­lio­nen Smart­pho­nes ver­kauft, 2017 wer­den es gut 1,5 Mil­li­ar­den sein. Knapp ein Drit­tel der Welt­be­völ­ke­rung be­sitzt ein Smart­pho­ne, vie­le er­hal­ten da­durch erst­mals Zu­gang zum In­ter­net.

Wäh­rend Smart­pho­nes zum zen­tra­len Be­stand­teil des Le­bens für vie­le Men­schen ge­wor­den sind, ih­re Fä­hig­kei­ten mas­siv er­wei­tert und vie­le Wirt­schafts­be­rei­che grund­le­gend trans­for­miert ha­ben, ha­ben sich Au­tos wäh­rend der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re ver­gleichs­wei­se we­nig ver­än­dert. Mo­to­ren sind et­was ef­fi­zi­en­ter ge­wor­den, Fahras­sis­tenz­sys­te­me et­was raf­fi­nier­ter, doch in der In­ter­ak­ti­on mit den Pas­sa­gie­ren hat sich seit 2007 kaum et­was ge­tan. Wäh­rend man am Smart­pho­ne Mu­sik und Vi­de­os streamt, bleibt das Au­to off­line. Bei Smart­pho­nes sind Be­die­nung und Si­cher­heit dank Firm­ware-Up­dates auf ho­hem Ni­veau. Au­tos ver­har­ren auf dem Stand des je­wei­li­gen Bau­jah­res. Als Up­grade-Mög­lich­keit bleibt oft nur der Kauf ei­nes neu­en Au­tos.

Wer ei­nen Tes­la fährt, kennt die­se Pro­ble­me nicht. Das US-Un­ter­neh­men hat ein Nut­zer­er­leb­nis ge­schaf­fen, das der Smart­pho­neGe­ne­ra­ti­on ge­recht wer­den soll.

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