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Die Aus­deh­nung des per­sön­li­chen Wert­schöp­fungs­be­reichs, von der lo­ka­len Ar­beit hin zum Ei­gen­tum an glo­bal ak­ti­ven Un­ter­neh­men, ist von ent­schei­den­der Be­deu­tung für den Er­halt des Wohl­stands. Der Fern­se­her, der ges­tern noch um die Ecke her­ge­stellt wur­de, kommt heu­te vom an­de­ren En­de der Welt.

Mor­gen wird er wei­test­ge­hend oh­ne das Zu­tun von Men­schen her­ge­stellt. Das ist gut für je­ne, die Ei­gen­tum an Un­ter­neh­men hal­ten und da­durch an der un­ter­neh­me­ri­schenWert­schöp­fungmit­ver­die­nen.Un­ab­hän­gig da­von, wo und wie die­se er­bracht wird.

Heu­te kann je­der zu ge­rin­gen Kos­ten Ei­gen­tum an Un­ter­neh­men er­wer­ben. Mög­lich wur­de das durch die ho­he Stan­dar­di­sie­rung und die Di­gi­ta­li­sie­rung des Ei­gen­tums­er­werbs über Wert­pa­pier­bör­sen. Der ein­fa­che Trans­fer von Un­ter­neh­mens­an­tei­len brach­te aber auch mit sich, dass die­se An­tei­le zu Spe­ku­la­ti­ons­ob­jek­ten wur­den. Das hat da­zu ge­führt, dass die Prei­se von bör­sen­no­tier­ten Un­ter­neh­mens­an­tei­len stark schwan­ken kön­nen, und die­se da­her ge­mein­hin als ris­kant er­ach­tet wer­den.

Trotz die­ser Schwan­kun­gen kann und soll­te je­der Ös­ter­rei­cher Un­ter­neh­mens­an­tei­le hal­ten. Das Ri­si­ko liegt bei ein­fa­chen An­la­ge­pro­duk­ten näm­lich we­ni­ger im Pro­dukt, son­dern mehr im An­la­ge­pro­zess und in der Hö­he des ver­an­lag­ten Be­trags. Denn wer re­gel­mä­ßig und lang­fris­tig Ei­gen­tum an Un­ter­neh­men er­wirbt, dem kön­nen die schwan­ken­den Prei­se we­nig an­ha­ben. Manch­mal kauft man teu­er, manch­mal güns­tig, im Schnitt er­wirbt man die An­tei­le zu­ei­nem­fai­renP­reis. Genau­so wich­tig ist es, den Be­trag rich­tig zu wäh­len. Der Be­trag soll­te nur so hoch sein, dass man auch dann noch gut schläft, wenn der Wert der An­tei­le ein­mal deut­lich sinkt. Denn ge­nau dann braucht man die Ru­he und die Fä­hig­keit, wei­ter zu sei­nen Un­ter­neh­men zu ste­hen.

Wer dann noch mit­tels güns­ti­ger An­la­ge­pro­duk­te Ei­gen­tum an vie­len ver­schie­de­nen Un­ter­neh­men er­wirbt, der er­füllt al­le Vor­aus­set­zun­gen, um am Er­folg der Un­ter­neh­men mit­zu­ver­die­nen. Denn ein­zel­ne Un­ter­neh­men kön­nen auch mal kri­seln. Des­halb ist es für Klein­an­le­ger bes­ser, statt auf ein ein­zel­nes Pferd auf das gan­ze Ren­nen zu set­zen.

Die Di­gi­ta­li­sie­rung hat die Vor­aus­set­zun­gen ge­schaf­fen, dass dies schon ab ge­rin­gen mo­nat­li­chen Be­trä­gen mög­lich ist. Die De­mo­kra­ti­sie­rung des Ka­pi­tals kann al­so be­gin­nen!

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