Öf­fent­li­che Bi­b­lio­thek Stock­holm

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Als Ver­tre­ter des mo­der­nen Bi­b­lio­theks­baus gilt der schwe­di­sche Ar­chi­tekt Eric Gun­nar As­plund. Dem skan­di­na­vi­schen Neo­klas­si­zis­mus ver­haf­tet, ge­stal­te­te er 1928 die öf­fent­li­che Bi­b­lio­thek von Stock­holm, ih­res Zei­chens die ers­te mit Frei­hand­auf­stel­lung. As­plund kre­ierte den Bau als vier­flü­ge­li­ges, sym­me­tri­sches Ob­jekt mit ei­ner zen­tra­len Rot­un­de. Da­durch wirkt das eher klein di­men­sio­nier­te Ge­bäu­de ver­hält­nis­mä­ßig mo­nu­men­tal. Der Be­nut­zer der Bi­b­lio­thek fühlt sich hier gera­de­zu um­ringt von, be­zie­hungs­wei­se ein­ge­bet­tet in Bü­cher. Durch die raf­fi­nier­te Bau­art er­ziel­te As­plund ei­ne be­son­de­re per­spek­ti­vi­sche Wir­kung, die die Re­ga­le fast end­los er­schei­nen lässt. As­plund war zwei­fel­los ein Raum­ma­gi­er. Durch sei­ne trick­rei­che Ar­chi­tek­tur ver­lieh er der Stadt­bi­blio­thek nicht nur Grö­ße, son­dern un­ter­strich da­mit auch die Be­deu­tung der Bi­b­lio­thek als Wis­sens­schatz.

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