Die Welt von BMW in München

KURIER_SPECIAL - - CORPORATE DESIGN -

Der deut­sche Au­to­mo­bil­her­stel­ler hat in München nicht nur sein Stamm­werk, son­dern auch die BMW-Welt, das BMWMu­se­um und den BMW-Vier­zy­lin­der

– das zen­tra­le Ver­wal­tungs­ge­bäu­de.

Mit ei­ner Hö­he von knapp 100 Me­tern, 22 Eta­gen und 72.000 Qua­drat­me­tern Nutz­flä­che wur­de der iko­ni­sche Vier­zy­lin­der 1972 an­hand der Plä­ne des Wie­ner Ar­chi­tek­ten Karl Schwan­zer und des In­ge­nieurs Hel­mut Bom­hard als ei­ne be­son­de­re Form des Hoch­hau­ses rea­li­siert. Schon da­mals war die Fir­men­zen­tra­le ein re­vo­lu­tio­nä­rer Bau, der vie­le In­no­va­tio­nen in der Ar­chi­tek­tur und der Sta­tik mit sich brach­te. Der Vier­zy­lin­der wur­de näm­lich – ge­gen je­de Re­gel – von oben nach un­ten ge­baut. Im Kern wird das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de von vier mit­ein­an­der ver­bun­de­nen senk­rech­ten Stahl­be­ton­röh­ren ge­tra­gen. Die ein­zel­nen Stock­wer­ke mit al­len Auf­zü­gen, Trep­pen­häu­sern, Toi­let­ten und vor al­lem tra­gen­der Funk­ti­on wur­den auf die­se Stahl­be­ton­röh­ren auf­ge­hängt. Der fach­lich rich­ti­ge Aus­druck ist da­her nicht Hoch­haus, son­dern Hän­ge­haus. Die­ser An­satz er­mög­lich­te ei­ne schlan­ke Form, die gleich­zei­tig Roh- und Aus­bau­ar­bei­ten oh­ne auf­wen­di­ge Ge­rüs­te er­mög­lich­te. Der iko­ni­sche „Vier­zy­lin­der“als Wahr­zei­chen auf dem Dach hängt da­bei an ei­nem im In­ne­ren des Ge­bäu­des be­find­li­chen Mit­tel­py­lon. Seit 1999 steht das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de un­ter Denk­mal­schutz und wur­de 2004 bis 2006 sa­niert. Auch heu­te ar­bei­ten hier 1500 Per­so­nen. Die BMW-Welt, die hin­ter dem eben­falls von Karl Schwan­zer ent­wor­fe­nen BMWMu­se­um an­ge­sie­delt ist, wur­de auch von ei­ner ös­ter­rei­chi­schen Ar­chi­tek­ten­grup­pe ent­wor­fen. plan­te das fu­tu­ris­ti­sche Ge­bäu­de und ver­wen­de­te da­bei 4000 Ton­nen Stahl auf ei­ner Hö­he von 28 Me­tern und ei­nem Um­fang von 48 Me­tern. Je­des ein­zel­ne Stah­l­ele­ment wur­de mit ei­ner in­di­vi­du­el­len Scha­blo­ne an­ge­fer­tigt und durf­te bei der Kon­struk­ti­on nur ma­xi­mal zwei Mil­li­me­ter ab­wei­chen. Die form­ge­ben­den Dop­pel­ke­gel aus Glas und Stahl tra­gen auch heu­te ge­mein­sam mit zwölf Pen­del­stüt­zen die 16.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Dach­wol­ke.

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